Der deutsche Sohn wurde von einem Minister begleitet
SDP-Politiker Roth sieht bei Lambrecht-Flug “offene Punkte”.
Zustand: 11:23 Uhr Lesezeit: 3 Minuten
„Frau Lambrecht macht keine gute Figur“
„Herr Scholz muss sich fragen, ob wirklich die Besten an vorderster Front stehen“, sagte Lars Petersen, Leiter Politik bei Business Insider, zum mutmaßlichen Missbrauch des Regierungshubschraubers. Dies war ein weiterer Vorfall einer Reihe von Kommunikationsfehlern des Verteidigungsministers.
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SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Roth sieht noch keinen Rücktrittsgrund, Christine Lambrecht muss nach dem Helikopter-Skandal noch offene Fragen klären. Parteikollege Ralph Stegner glaubt, dass der Wahlskandal hinter dem Skandal steckt.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Michael Roth, sieht noch Aufklärungsbedarf zum Hubschrauberflug von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mit ihrem Sohn. „Es gibt noch einige offene Fragen und die müssen geklärt werden“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch gegenüber RTL/ntv „Early Start“.
Das Ministerium und der Minister selbst würden sicherlich dazu beitragen. Roth lehnte seinen Rücktritt ab. “Wenn sich jemand an die Regeln hält, ist das kein Kündigungsgrund.”
Der SDP-Politiker Ralph Stegner tat die Kritik der Union an Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) als Wahlkampfmanöver ab. Lambrecht habe sich an die Vorschriften gehalten, als sie ihren Sohn in einem Bundeswehrhubschrauber mitgenommen habe, sagte Stegner am Mittwoch im Deutschlandfunk. Skandalversuche vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen seien “billig” und “sehr transparent”.
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Die Opposition habe nichts zu tun, “außer über ihre Nägel oder High Heels zu reden”, anstatt über das, was Union Lambrecht im Amt gelassen habe, sagte Stegner. Das Ergebnis sind fluguntaugliche Flugzeuge und Schiffe, die nicht in See stechen können. Dem muss Lambrecht nun abhelfen.
Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn (CSU), forderte Lambrecht zu mehr Sensibilität bei Urlaubsflügen während des Krieges auf. Khan sagte gegenüber WELT: „Gerade in einer Situation wie dieser, wenn in Europa Krieg tobt, muss man besonders sensibel sein. Und die Fotos sind wirklich unpassend, wo Familienmitglieder offenbar in Diensthubschraubern in den Urlaub fliegen.“
Klick-Zimmermann verteidigt Lambrecht
Auch die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verteidigte Lambrecht gegen Kritik. „Das ist rechtlich korrekt“, sagte sie dem Deutschlandfunk. Es war jedoch politisch nicht sinnvoll. „Wir werden überwacht. In dieser Hinsicht muss man fühlen, was vernünftig ist.“
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, verteidigte Lambrecht. Der Minister mache “engagierte Arbeit”, sagte der FDP-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. “Ich bin sicher, der Minister ist sich bewusst, dass das nicht schlau war.” Das Kriterium muss jedoch sein, ob sie einen guten Job macht.
Der FDP-Politiker sagte, für hochrangige Politiker gehöre es dazu, unter besonderer Beobachtung zu stehen. Allerdings sollte man nicht „jedes Foto zum Alptraum“ machen. “Dann lässt du eine Tasse fallen und dann hast du Kakao auf deiner Hose und dann beschuldigt dich jemand, deine Hose nass zu machen.”
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Lambrecht war am Mittwoch vor Ostern in Begleitung ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber von Berlin nach Schleswig-Holstein gereist. Dort besuchte sie das Bataillon Electronic Warfare 911. Anschließend fuhr sie mit ihrem Sohn in den Urlaub nach Sylt.
Am Montag wies das Bundesverteidigungsministerium einen Medienbericht über eine mögliche illegale Flucht des Sohnes zurück. Demnach sei die Fahrt rechtlich erlaubt gewesen und Lambrecht habe die Kosten wie gefordert zu “100 Prozent” übernommen.
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