Germany

Das Büro verzögert die Lieferung von Marder-Panzern

Das Kanzleramt verschiebt die Entscheidung, Marder-Panzer in die Ukraine zu liefern. Medienberichten zufolge haben sich die Grünen-Minister Burbock und Habek bereits darauf geeinigt.

Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge liegt die Lieferung von Marder-Panzern in die Ukraine zur Entscheidung im Bundeskanzleramt – und wird verschoben. Offenbar haben das Außenministerium und das Wirtschaftsministerium vor einiger Zeit grünes Licht gegeben: Habek gehört dem Bundessicherheitsrat an, der auch für die Genehmigung von Waffenexporten zuständig ist.

Die Panzer sollen vom Rüstungskonzern Rheinmetall stammen. Munition ist auch vorhanden – im Gegensatz zum Geparden-Panzer. Diese muss zwar auch der Ukraine zugesprochen werden, die Schweiz weigert sich jedoch, die dort produzierten Granaten zu verwenden.

Kritik von HDZ-Verteidiger Otte

CDU-Politiker Henig Otte wurde von Bild zitiert: „Ebenso unverständlich ist es, dass die Entscheidung über den (von der Industrie angebotenen) Schützenpanzer Marder von der Kanzlerin deutlich hinausgezögert wird.“

Der Bundestag hat Ende April der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine zugestimmt. Allerdings hält sich die Bundesregierung mit Informationen zu bestimmten Waffengattungen, etwa Leopard-Kampfpanzern oder Marder-Schützenpanzern, zurück. Deutschland erwägt unter anderem den Austausch von Ringen zur Lieferung der Schützenpanzer nach Slowenien, das im Gegenzug Panzer an die Ukraine verkaufen wird.