Germany

Die Schweiz zittert gegen Kasachstan um einen dritten Sieg

Torhüter Sandro Ashliman zeigte mit den beiden Gegentoren keine gute Leistung. Bild: Schlussstein

An der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland bleibt die Schweiz sauber. Nach Siegen gegen Italien und Dänemark schlugen die Schweizer auch Kasachstan mit 3:2.

Die Favoritenrolle machte es den Schweizern in Helsinki erstmals schwer. Der Mannschaft von Patrick Fischer fehlte es gegen die Kasachen zunächst an Direktheit und Intensität. In der ersten Pause fand der Schweizer Trainerstab beim Stand von 0:0 offenbar die richtigen Worte. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Schweizer das Tempo. Der Schweizer hatte in den ersten 20 Minuten nur acht Schüsse aufs Tor, im zweiten Drittel waren es 22. Zwei dieser Schüsse gingen ins Netz.

Wieder zeigte die zweite Schweizer Offensivreihe den Weg zum Sieg. Denis Malgin brachte die Schweiz mit seinem dritten WM-Tor in Führung (25.). Zehn Minuten später machte Dario Simion mit seinem ersten Tor in Finnland das 2:0. Mit drei Toren und drei Assists (und einem Rekord plus 4) nach fünf WM-Tagen ist Malgin hinter Roman Chervenka (7 Punkte) Zweiter der Torschützenliste.

1:0 für die Schweiz durch Malgin.Video: SRF

Simion erhöht auf 2:0 für die „Eiskameraden“. Video: SRF

Dass Malgin mit Finnland und Simion und Pius Suter in Finnland stürmten, liegt vor allem daran, dass Sven Andrigeto (Hüfte) und Denis Holenstein (Knie) verletzungsbedingt auf die WM verzichten mussten. Pius Suter übernahm während der Vorbereitungen die Rolle des Andrigeto; Simion die von Holenstein. „Die Linie harmoniert sehr gut“, sagte Bundestrainer Patrick Fischer.

Darius Simon:

„Die Energie war definitiv nicht so wie in den ersten beiden Spielen. Ich denke, wir waren ein bisschen zu passiv und müssen einfach mehr vor dem Tor arbeiten, dann werden wir mehr Tore schießen. Es ist natürlich immer gut, ein Tor zu erzielen, aber morgen müssen wir es besser machen.“

Schon vor dem Anschlusstreffer erspielte sich Malgin beste Gelegenheiten. Hätte Malgin in der 2. Minute das Tor statt die Latte getroffen, hätte der Schweizer den erwarteten klaren Sieg erringen können.

Zwei Fehler von Eshliman

Doch auch nach der 2:0-Führung nach 40 Minuten geriet das Spiel für die Schweiz zum Nervenkitzel. Jesse Blacker verkürzte die Führung der Kasachen in der 46. Minute (!) auf 1:2. Kasachstan bot sich dann die Möglichkeit, mit Gewalt zu spielen. Auch das 3:1 von Fabrice Herzog sorgte nicht für die nötige Ruhe.

Blacker führt die Kasachen auf 1:2. Video: SRF

128 Sekunden vor Schluss verkürzte Valeri Orehov erneut auf 2:3. Torhüter Sandro Eschliman (nur 12 Paraden) gab bei seinem WM-Debüt mit zwei Gegentoren nicht die beste Figur ab. Obwohl Eschliman in seinem fünften Länderspiel mit der Schweiz seinen vierten Sieg einfahren konnte, muss bei dieser WM nicht mit neuen Teilnahmen gerechnet werden.

Duke erobert die Führung mit zwei Toren zurück. Video: SRF

Orehov erwischte Eshliman beim 2:3 zwischen den Beinen. Video: SRF

Sandro Eschlimann:

„Das ist uns damals einfach aufgefallen. Der Sieg ist wichtig und wir haben ihn erreicht. Schade, dass ich es nicht 60 Minuten durchgehalten habe, aber zum Glück haben mir die Jungs vorne geholfen, dieses Match zu gewinnen. Besser als wenn Fehler das Spiel entscheiden und man verliert.“

Trotz unerwarteter Probleme und Schwierigkeiten: Zum dritten Mal in den letzten neun Jahren hat die Schweiz die ersten drei Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft gewonnen. In der Slowakei gewann die Schweiz 2019 sogar die ersten vier Spiele gegen Italien, Lettland, Österreich und Norwegen. In Schweden starteten die Schweizer 2013 mit Siegen gegen Schweden (3:2), Kanada (3:2 im Elfmeterschiessen) und Tschechien (5:2) ins Turnier und gewannen sogar die ersten neun Matches, bevor sie gegen Schweden verloren Finale.

Die Schweizer treffen am Mittwochabend in Helsinki auf die Slowakei. Die Slowaken starteten mit einem Sieg über Frankreich in das Turnier, verloren dann aber gegen Deutschland und Kanada. Die Schweizer sind sich bewusst, dass sie sich gegen die Slowakei noch einmal steigern müssen.

das Telegramm:

Schweiz – Kasachstan 3:2 (0:0, 2:0, 1:2) Helsinki. – 2858 Zuschauer. – SR Hansen/Stano (NOR/SVK), Beresford/Zunde (GBR/LAT) Tore: 24. Malgin (Kuraschew, Siegenthaler) 1:0. 35Simon 2-0. 46. ​​Schwarz (Ausschluss von Shalapov!) 2:1. 56. Herzog (Ambul) 3:1. 58. Orehov (Mikhailis, Falk) 3:2 Elfmeterschießen: 2 Mal in 2 Minuten Schweiz: Eschliman; Kukan, Zigentaler; Faure, Janice Moser; Glauser, Geiser; Eggley, Marty; Kurashev, Hisier, Mayer; Simion, Malgin, Suter; Ambul, Corvey, Herzog; Riat, Berchi, Miranda Kasachstan: Shutov; Danijar, Svedberg; Schwarze Walnuss; Beketajew, Metalnikow; Шалапов; Shevchenko, Shestyakov, Akolzin; Panjukow, Wolf, Michailis; Savitsky, Sagadayev, Starchenko; Petuchow, Gurkow, Asetow; Rakhmanov Bemerkungen: Schweiz ohne Shervey, Turkauf, Genoni (alle in Überzahl) und Bera (Ersatztorhüter). – 2. Schuss Malgin. 60. Auszeit Kasachstan, von 59:11 bis 59:44 und von 59:49 bis 59:54 ohne Torhüter. – Streiks: Schweiz 43 (22.08.13); Kasachstan 14 (3-5-6). – Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/2; Kasachstan 0/2. (Vorschuss / sda)

Tisch:

Die besten Fotos von der Eishockey-Weltmeisterschaft 2022 in Finnland

1/10

Die besten Fotos von der Eishockey-Weltmeisterschaft 2022 in Finnland

Wenn die Eishockeyspieler im Büro arbeiteten

Das könnte Sie auch interessieren:

Österreich präsentiert sich bei der WM in Finnland erneut mit einer tollen Leistung. Das Team des Schweizer Trainers Roger Bader besiegte Tschechien mit 2:1 nach Elfmeterschießen.

In der Schweizer Gruppe A hat sich Dänemark mit dem 0:6 gegen die Schweiz nur teilweise von der Blamage befreit. Die Mannschaft von Trainer Heinz Ehlers holte gegen Italien die vollen drei Punkte, war aber äußerst schwer mit 2:1 zu gewinnen.