Die EU will den Vorvertrag mit Valneva kündigen, die Aktie sinkt. Insgesamt hat die Begeisterung der Anleger für Impfstoffaktien nachgelassen.
20 Prozent Kursverlust in wenigen Stunden – was am Montag mit den Aktien des französisch-österreichischen Biotech-Unternehmens Valneva passiert ist, ist selbst in Zeiten wie diesen ungewöhnlich. Alle Kursgewinne der letzten zwölf Monate wurden bereits gelöscht. Grund für den jüngsten Zusammenbruch: Die EU-Kommission will den Vorkaufsvertrag mit Valneva für einen Totimpfstoff kündigen. Der Vertrag ist kündbar, wenn bis zum 30. April keine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) vorliegt.
Valneva hat jedoch ab dem 13. Mai 30 Tage Zeit, um eine Genehmigung für das Inverkehrbringen zu erhalten oder akzeptable Korrekturmaßnahmen vorzuschlagen. Das Unternehmen beabsichtigt, mit der Kommission und den teilnehmenden Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten, um Folgemaßnahmen zu vereinbaren und den VLA2001-Impfstoff denjenigen Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen, die ihn noch erhalten möchten. „Die Entscheidung der Europäischen Kommission ist bedauerlich, zumal wir weiterhin Nachrichten von Europäern erhalten, die eine traditionellere Impfstofflösung wollen“, sagte Valneva-Chef Thomas Lingelbach.
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