Die US-Schauspielerin Amber Heard hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie sei in der Verleumdungsklage gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp gewalttätig und manipulativ gewesen. Gestern von Depps Anwälten verhört, bestritt sie, dass es jemals der „erste“ Streik gewesen sei. „Ich musste meinen Körper viele Male einsetzen, um mich zu verteidigen, und dazu gehörte auch, zu schlagen, wo ich konnte, wenn mir das die Flucht ermöglichte“, erklärte sie.
Hurd hatte bereits im Prozess beschrieben, dass Depp zu einem „Monster“ werde, wenn er Alkohol und Drogen zu sich nehme. Während des Verhörs musste Hurd unter anderem begründen, warum sie nach einer angeblichen Vergewaltigung durch einen betrunkenen Narren mit einer Flasche keinen Arzt aufgesucht hatte. Laut seiner Ex-Frau schnitt Depp ihm die Fingerspitze ab, als er das Telefon kaputt machte. Depps Anwälte stellten diese Version jedoch in Frage.
“Du bist so ein Baby”
In einer Audioaufnahme, die der Jury zur Verfügung gestellt wurde, gab Hurd zu, dass sie einmal einen körperlichen Streit mit Depp begonnen hatte. Aber sie bestand darauf, dass sie ihn nicht „geschlagen“ hatte. “Es ist alles in Ordnung mit Ihnen. Ich habe dir nicht weh getan“, sagte sie in der Aufzeichnung. “Du bist so ein Baby.”
Hurd wurde auch von Depps Anwälten zu dem Bericht befragt, dass sie 2009 angeblich ihre damalige Freundin Tasha van Ri auf einem Flughafen angegriffen haben soll. Hurd bestritt dies und sagte, der Vorwurf sei Teil einer „Verleumdungskampagne“ von Depp.
Abschlussrede am 27
Hurds mehrtägige Aussage endete mit einer Vernehmung. Ihr Ex-Mann hatte zuvor vier Tage im Zeugenstand gestanden, um Fragen zu beantworten. Er bestritt, Gewalt gegen Hurd anzuwenden. Die Schlussreden waren für den 27. Mai von Richterin Penny Azcarate geplant. Dann entscheidet die Jury.
Depp verklagt Hurd, mit dem er zwischen 2015 und 2017 verheiratet war, auf 50 Millionen Dollar Schadensersatz. Der „Fluch der Karibik“-Star wirft dem 36-Jährigen vor, seiner Karriere mit falschen Anschuldigungen wegen häuslicher Gewalt schweren Schaden zugefügt zu haben. Hintergrund ist ein Artikel der Washington Post aus dem Jahr 2018, in dem Hurd als Opfer häuslicher Gewalt beschrieben wird, ohne Depp zu nennen.
Hurd reichte Gegenklage gegen den 58-Jährigen ein und forderte 100 Millionen Dollar Schadensersatz.
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