Germany

Speicherung von Haidach-Gas bald im internen Netz

Die Bundesregierung hat heute im Ministerrat ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Befüllung von Erdgasspeichern beschlossen. Ungenutzte Gasspeicher müssen übergeben und der strategisch wichtige Gasspeicher Heidach in Salzburg an das österreichische Gasnetz angeschlossen werden.

Zudem soll die strategische Gasreserve um 7,4 Terawattstunden (TWh) auf 20 TWh erhöht werden. Damit wird der Gasverbrauch für zwei Wintermonate gedeckt.

Die zusätzliche Gasmenge aus der strategischen Reserve muss je nach Marktverfügbarkeit aus nicht-russischen Quellen stammen. „Die Maßnahme wird die Abhängigkeit von russischem Gas deutlich reduzieren“, sagte Energieministerin Leonore Gevesler (Grüne) nach dem Ministerrat.

Österreich ist beim Gas zu 80 % von Russland abhängig, aber die Aufstockung der strategischen Gasreserven mit nicht-russischem Gas dürfte den Anteil Russlands um zehn Prozentpunkte auf 70 % reduzieren, so Gewessler.

Details im Reglement

Alle Gasspeicher in Österreich werden an das österreichische Gasfernleitungsnetz angeschlossen. Der große Gasspeicher in Heidech ist derzeit nur an das deutsche Netz angeschlossen. Betroffene Speichersysteme müssen den Netzzugang und Netzzugang innerhalb von vier Monaten ab Inkrafttreten beantragen.

Es sei „nicht mehr hinnehmbar“, dass die Gazprom-Tochter GSA nicht in Heidach lagere, sagte Gevesler. „Wenn Gazprom nicht spart, bekommen andere Zugriff. Das ist absolut gerechtfertigt.“

Einzelheiten zu den zusätzlichen Pflichten der Verbraucher von Gasspeichern und Speicherunternehmen muss die Regulierungsbehörde E-Control noch mit einer Verordnung regeln. Nutzer von Gasspeichern sind künftig verpflichtet, ungenutzte Speicherkapazitäten anzubieten oder zurückzugeben. Dadurch können andere Unternehmen darauf zugreifen und den Speicher füllen, heißt es. Bleiben Speicherkapazitäten systematisch ungenutzt, sind diese dem Speicherunternehmen nach vorheriger schriftlicher Ankündigung zu entziehen.