Germany

Zoff für Büsi Mici vor Gericht

So ein Kater: Bülachs Manager hat Verena O. * (58) wegen Unterschlagung der Katze ihrer Nachbarin Erna A. (72) mit einer Geldstrafe belegt. Exekutivbeamte wurden mit einer Geldstrafe von 700 Franken belegt. Am Mittwoch musste sich das Bezirksgericht Bülach mit der Causa Mici auseinandersetzen.

Was war im beschaulichen Eglisau ZH passiert? Verena O. soll die schöne rote Katze Mickey übernommen, gefüttert und eingesperrt haben.

„Sie hat die Katze buchstäblich eingesperrt, weil sie nur raus konnte, wenn der Angeklagte ihr die Tür öffnete“, heißt es in dem Straferlass. Und mehr noch: Du hast die seltsame Katze mit Futter versorgt, um sie für immer an dich zu binden.

Sogar der Veterinärdienst griff ein

Neben dem Katzenhaus, wo die Witwe Erna A. ihre Katze für 250 Franken kaufte, intervenierte der Veterinärdienst bei Verena O. Das Füttern anderer Tiere sei grundsätzlich nicht verboten, teilte der Dienst mit. „Doch dadurch bemerkt der eigentliche Besitzer oft nicht rechtzeitig Veränderungen im Fressverhalten, wodurch das Tier in eine für das Tierwohl wichtige Situation geraten kann.“

Der angebliche „Köder“ bestritt vor Gericht alle Vorwürfe. „Ich habe die Katze regelmäßig gefüttert, nachdem sie vor mir Hunger bekommen hat“, sagte O. Sie brachte die Katze sogar zum Besitzer und bot an, sie zum Tierarzt zu bringen. Dies wurde aber abgelehnt.

Der Anwalt von Erna A. drehte die Sache um. Mickey litt unter Durchfall durch das Essen anderer Leute. „Und mein Mandant leidet noch heute unter dem Verlust. Sie musste die Katze ins Tierheim zurückbringen.“

der Angeklagte wird freigesprochen

Für den Einzelrichter konnten die Vorwürfe rechtlich nicht hinreichend belegt werden. „Die Fütterung musste systematisch erfolgen, nicht nur sporadisch. Genauso verhält es sich mit der Haft.“ Aus diesen Gründen hat sie den Angeklagten vollumfänglich freigesprochen.

Neben dem Verlust ihrer Katze bleibt der Rentnerin ein Anwaltshonorar von rund 8000 Franken. Das Urteil kann noch beim Obersten Gerichtshof angefochten werden.

* Namen geändert