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“Pilz” – ein eisiger Empfang für eine neue Regierung – Politik

Der Wechsel in der ÖVP-Regierung kam am Mittwoch im Nationalrat nicht gut an. Die Opposition tobte, aber die Stimmung im Haus war eisig.

Bundeskanzler Karl Nehamer (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) haben nun offiziell den vollzogenen Regierungswechsel im Nationalrat bekannt gegeben, der neue Regierungsmitglieder einführt und die Zuständigkeiten bestehender Mitglieder ändert. Neu hinzugekommen sind Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler und der im Finanzministerium tätige Staatssekretär für Digitalisierung Florian Turski.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher nahm die neuen Wirtschaftsprogramme entgegen, die Beamtenprogramme wurden der Jugendstaatssekretärin Claudia Placolm übertragen. Das neue Regierungsteam hatte keinen leichten Start, denn trotz der stürmischen Äußerungen war die Stimmung im Nationalrat eisig. Die Veränderungen seien laut Kanzlerin „Chancen für Neues“ und es seien „Klarheit, Struktur, Transparenz und Effizienz geschaffen worden“. Auch Vizekanzler Kogler sagte, die Regierung werde weiter für Österreich gegen viele Krisen arbeiten.

„Wie Pilze aus dem Boden“

Staatssekretariate würden “wie Pilze aus dem Boden schießen”, sagte FPÖ-Chef Herbert Kickel. Die Bundesregierung sei „sehr weit“ von den Sorgen und Nöten der Menschen entfernt und nur nah an ihren eigenen Bedürfnissen. »Auf der anderen Seite des Hauses«, »Flohzirkus«, »Durcheinander«, sagte Kickle. Die neuen Gesichter würden keine neue Politik bringen und seien daher keine Veränderung, das Land gehe unter, sagte Kikel, der auch Neuwahlen forderte. Eine Anfrage, die auch von der SPÖ kam, wie Jörg Leichtfried mitteilte.

Allerdings sei die Bundesregierung damit beschäftigt, alle zwei Monate nach neuen Ministern zu suchen, anstatt sich um die Menschen im Land zu kümmern, so der SPÖ-Abgeordnete. Doch das Misstrauensvotum der FPÖ gegen die gesamte Bundesregierung erhielt ebenso wie die Kandidaten für die Neuwahl nicht die erforderliche Mehrheit. „Rejecting Reality“, sagte NEOS-Chefin Beate Mainl-Raisinger. Laut dem NEOS-Chef gibt es weder eine Diskussion über die Sicherheitspolitik noch ernsthafte Gespräche über Preiserhöhungen.

Änderungen der Fahrpläne der Regierung von APA/picturedesk.comNav-Konto rfi Zeit18.05.2022, 16:29 Uhr | Akt: 18. Mai 2022, 16:43 Uhr