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Erstellt: 20.05.2022, 20:23
Von: Patrick Hulina, Martina Liple, Fabian Müller
Trennung
Schwieriges Wetter in Deutschland: Der Deutsche Wetterdienst warnt am Freitag vor extremen Gewittern mit starken Unwettern und Orkanböen sowie schwerem Hagel. Nachrichten-Ticker.
- Unwetter am Freitag: Der DWD hat eine Vorwarnung für weite Teile Deutschlands herausgegeben.
- Ab Mittag warnt der DWD vor Orkanen, Starkregen und Hagel in Westdeutschland.
- Angeblicher Tornado in NRW: Das Video zeigt eine angebliche Tornado-Beobachtung.
- Der Innenminister von NRW Reul (CDU) rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf.
Update vom 20. Mai, 20.15 Uhr: Bei dem starken Unwetter am Freitag wurden im Raum Paderborn 30 bis 40 Menschen verletzt, mindestens 10 von ihnen schwer. „Während eines Gewitters am Freitagnachmittag ist ein Tornado über die Straße der Verwüstung von Westen nach Osten mitten durch Paderborn in Richtung Ostteil der Stadt gefahren“, teilte die Polizei am frühen Abend mit. Die Behörden meldeten Schäden in Millionenhöhe. Im Industriegebiet wurden die Dächer der Halle abgerissen. Bleche, Isolierungen und andere Materialien flogen meilenweit.
Die Feuerwehr meldete auch einen mutmaßlichen Tornado im etwa 35 km entfernten Lipstadt, der schwere Schäden verursachte. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, in der ganzen Stadt seien Dächer zerstört und Bäume umgestürzt. Die Fenster gingen zu Bruch und die Autos wurden durch herabfallende Äste zerstört. Die Gemeinde Altenbecken bei Paderborn teilte mit, einige der Bäume hätten bereits am Stamm geklickt – als seien sie von Riesenhand getroffen worden.
Der Deutsche Wetterdienst DWD hat für die Region vorübergehend die höchste Sturmwarnstufe 4 herausgegeben – „Extremgewitter“ mit Hagel, Starkregen oder extremen Orkanen. Ein DWD-Sprecher sagte, es seien mehrere Tornado-Meldungen eingegangen – nicht nur aus Lipstadt, sondern auch aus Lüdenscheid und Meschede. Diese Berichte müssen jedoch noch überprüft werden.
Sturm über NRW: Rund 40, teils schwer verletzt, Straße verwüstet
Update vom 20. Mai, 19.40 Uhr: Ein mutmaßlicher Tornado hat am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr in Lipstadt im Nordwesten große Schäden angerichtet. Betroffen sei das gesamte Stadtgebiet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Zahlreiche Dächer wurden bedeckt und Bäume stürzten auf Autos. Laut früheren Berichten wurde jedoch niemand getötet oder verletzt.
Im Freizeitbad Cabrioli in Lipstadt waren zeitweise etwa 120 Badegäste eingeklemmt, weil umgestürzte Bäume den Eingang versperrten. Die Festgenommenen seien später entlassen worden, teilte die Feuerwehr mit. Im Stadtteil Hellinghausen ist durch den Sturm der obere Teil einer Kirche eingestürzt. Etwa 200 bis 300 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Feuerwache Lipstadt wird von Kräften aus mehreren Nachbarorten unterstützt. Ein Einsatzkommando des Rettungszentrums Soester bündelt Kräfte aus der Region Lipstadt, hieß es in einer Mitteilung. Zunächst gilt es, sich einen Überblick über den Schaden zu verschaffen.
Nach Angaben der Medien unter Berufung auf die Polizei in Paderborn gibt es 30 bis 40 Verletzte, 10 davon schwer.
Ein Dachgepäckträger wird auf die Windschutzscheibe eines geparkten Autos geklebt. Auch in Paderborn richtete der Sturm große Schäden an. © Lino Mirgeler / dpa
Sturm über NRW – Mehrere Verletzte in Paderborn
Update 20. Mai, 18.45 Uhr: Der Sturm richtete am Freitag auch in Paderborn große Schäden an. Nach ersten Erkenntnissen seien mehrere Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Abend. Er berichtete von bedeckten Dächern und entwurzelten Bäumen. Ein dpa-Reporter berichtete, Bäume seien auf Autos gestürzt. „Hier herrscht gerade Chaos“, sagte ein Polizeisprecher. Ein mutmaßlicher Tornado richtete am Nachmittag auch in Lipstadt etwa 35 km große Schäden an.
Höchste Sturmwarnstufe: Video zeigt mutmaßlichen Tornado in NRW – schwere Schäden im Stadtgebiet
Update 20. Mai, 17.55 Uhr: Auf Twitter kursiert die erste angebliche Tornado-Sichtung. Ein Nutzer dokumentierte einen angeblich heftigen Orkan, der mehrere Häuser heimsuchte. Derzeit kann die Echtheit des Videos nicht überprüft werden. Der Standort befindet sich nach Angaben des Nutzers in Lipstadt, Nordrhein-Westfalen.
Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, es sei in der ganzen Stadt zu schweren Schäden gekommen. Zahlreiche Dächer wurden bedeckt und Bäume stürzten auf Autos. Von den Todesfällen habe er nichts gewusst, sagte der Sprecher.
Laut DWD-Wetterkarte ziehen derzeit die schwersten Unwetter in weiten Teilen Mitteldeutschlands. In mehreren Regionen gilt weiterhin die Höchststufe der Unwetterwarnungen. Meteorologen sprechen von starken Gewittern, extrem starken Regenfällen, Hagel und Orkanböen.
Hartes Wetter in Deutschland: „Kurzer, aber heftiger Regen über der Stadt“
Update vom 20. Mai, 16.48 Uhr: In Düsseldorf ist „ein kurzer, aber ergiebiger Regenstreifen über die Stadt gefallen“. Das teilte die zuständige Feuerwehr mit. Man sei zu mehreren “Schadstellen” gerufen worden und versuche nun überall Hilfe zu leisten.
Der DWD aktualisiert seine Warnkarte. Im Süden von Nordrhein-Westfalen und im Nordosten von Rheinland-Pfalz gilt derweil die höchste Sturmwarnungsstufe 4. Betroffen sind die Landkreise Euskirchen, Ahrweiler, Neuwied, Mayen-Koblenz, Vulkaneifel und der Eifelkreis Bitburg-Prüm. “Schließt alle Fenster und Türen!” Gegenstände im Freien sichern! Halten Sie insbesondere Abstand zu Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie nach Möglichkeit den Aufenthalt im Freien!“ warnt der DWD vor diesem Bereich.
Unwetter in Deutschland: In NRW sind leichte Überschwemmungen möglich
Update vom 20. Mai, 16 Uhr: Nach Einschätzung des zuständigen Landesdienstes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) kann es am Freitag zu leichten Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen kommen. „Nach derzeitiger Einschätzung dürften Hochwassermeldungen im Einzugsgebiet der Erft überschritten werden, aber auch andere Einzugsgebiete könnten betroffen sein, darunter die nordwestliche Hälfte von NRW“, teilte das Twitter-Büro mit.
Laut LANUV ist es derzeit nicht möglich, die betroffenen Gebiete genau vorherzusagen. Da mit sintflutartigen Regenfällen lokal begrenzt zu rechnen ist, können die Wasserstände insbesondere in kleineren Bächen schnell und deutlich ansteigen.
Unwetter in Deutschland: Erste offizielle Warnung für NRW
Update vom 20. Mai, 14.52 Uhr: Der DWD hat am Nachmittag die erste offizielle Unwetterwarnung für Teile von Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Übrigens für Düsseldorf und Köln. Es kann zu starkem Regen und böigen Winden kommen.
In Nordrhein-Westfalen wurden viele Veranstaltungen witterungsbedingt vorsorglich abgesagt. In Köln wurden unter anderem der Zoo und der Forstbotanische Garten geschlossen. Die Stadt warnte davor, dass die Bäume umfallen oder Äste abbrechen könnten. In Dortmund war der Zoo den ganzen Freitag geschlossen.
Bei einem Absturz in Sachsen-Anhalt sind am Donnerstag zwei Gleitschirmflieger ums Leben gekommen. Vermutlich wurden sie von einem Windstoß erfasst.
Sturm in Deutschland: NRW-Innenminister warnt – „Bitte bleiben Sie zu Hause“
Update vom 20. Mai, 12.05 Uhr: Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), hat eine Unwetterwarnung an die Bevölkerung herausgegeben. „Bitte bleiben Sie zu Hause. Vermeiden Sie es, Zeit im Freien zu verbringen. Halten Sie insbesondere Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! „Betreten Sie nicht den Keller oder die unteren Stockwerke“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Reul rief zu besonderer Vorsicht auf. Die Bevölkerung müsse die „Warnungen des Deutschen Wetterdienstes“ sehr ernst nehmen. Der NRW-Innenminister forderte Informationen zu Warnanwendungen wie „Nina“ und „DWD Warnwetter“. Außerdem müssen die Bürger auf Sirenenalarme sowie Funk- und Lautsprecherdurchsagen achten.
Unwetter in Deutschland: DWD warnt ab Mittag vor “lokal sehr starken Gewittern” – mögliche Tornados
Update 20. Mai, 11.20 Uhr: In Deutschland zieht heute eine stürmische Front. Ab Mittag würden sich „lokal sehr starke Gewitter“ von West nach Nordwest und Rheinland-Pfalz ausbreiten, schreibt der DWD auf seiner Website und Twitter. Die Sturmgefahr steigt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden „örtlich extrem starke Niederschläge von etwa 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, heftige Hagelkörner von bis zu 5 Zentimetern und starke Windböen bis hin zu Orkanen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 130 Stundenkilometern“ erwartet. Einzelne Tornados seien “nicht ausgeschlossen”.
In einigen Regionen wurde die Schule aufgrund von Warnungen abgesagt. Im Regierungsbezirk Köln beispielsweise endet der Unterricht um 11:30 Uhr. Damit sei gewährleistet, dass die Schüler sicher nach Hause zurückkehren, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Am Nachmittag ziehen Gewitter weiter nach Osten. Am Abend kann es im südlichen Teil des Landes zu starken Gewittern mit der Möglichkeit einer Verschlechterung des Wetters kommen, hauptsächlich aufgrund starker Regenfälle und Hagel.
Update 20. Mai, 7.31 Uhr: Die ersten Gewitter sind bereits am Freitagmorgen unterwegs. Laut DWD gibt es vom Rhein-Main-Gebiet bis zum Vogelsbergkreis sowie dem Hunsrück starke Gewitter. Meteorologen liefern zudem den ersten Unwetterplan für Deutschland: „Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial aus Westen ab Mittag, ostwärts ziehend in der Mitte des Landes am Nachmittag“, schrieb der DWD auf Twitter.
Schwere Zeiten in Deutschland: Die Deutsche Bahn bereitet Fahrgäste auf Zugausfälle und Verspätungen vor
Update vom 20. Mai, 7.15 Uhr: Deutsche Bahn bereitet Bahnreisende vor …
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