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Wer sollte gegen Gürtelrose geimpft werden?

Aktualisiert am 20.05.2022 um 15:14 Uhr

  • Gürtelrose ist ein sehr schmerzhafter Ausschlag, der durch das Herpesvirus verursacht wird.
  • Dagegen gibt es zwei Impfungen, die vorbeugend wirken und besonders gefährdeten Personen verabreicht werden sollten.

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Wer an Gürtelrose erkrankt ist, hat sich zunächst mit dem Varizella-Zoster-Virus infiziert. Das Virus verursacht zunächst klassische Windpocken mit kleinen roten Flecken und Beulen auf der Haut, die stark jucken. Nach Abklingen der Symptome siedeln sich die Viren in den Nervenknoten oder im Rückenmark an und verbleiben dort lebenslang.

Dort verbleiben sie meist in Ruhe, können aber durch einen Reiz wieder aktiv werden – dann entwickelt sich eine Gürtelrose. So können Sie häufiger Gürtelrose bekommen. Auslöser können Medikamente, Stress oder UV-Strahlen sein.

Wer das Virus noch nicht hat, kann sich bei Windpocken durch Sprechen und Atmen anstecken (Tröpfcheninfektion), bei Gürtelrose durch direkten Hautkontakt mit der Flüssigkeit aus den Bläschen. Jeder, der Windpocken hat, ist gegen das Virus immun, kann aber trotzdem Gürtelrose bekommen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen über 50 Jahren.

Impfung für Menschen über 60 Jahre

Typische Symptome sind zunächst Unwohlsein und leichtes Fieber. Nach einigen Tagen verspüren die Betroffenen erste Gliederschmerzen und Juckreiz an einigen Hautstellen. Wieder drei bis fünf Tage später verursachen die Viren die für Gürtelrose typischen roten Flecken und Bläschen, die voller Flüssigkeit sind. Flecken und Blasen können normalerweise überall auftreten, meistens jedoch am Bauch, an den Oberschenkeln oder an den Armen. Sie sind jedoch immer einseitig und kreuzen nie die Körpermitte.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose für Menschen über 60 Jahre. Daher sollten Menschen, die an einer Immunerkrankung leiden, ab dem 50. Lebensjahr geimpft werden. Beide Impfdosen werden im Abstand von drei bis maximal sechs Monaten verabreicht. Kinder, die gegen Windpocken geimpft wurden, entwickeln deutlich seltener eine Gürtelrose oder haben einen milderen Verlauf.

Der inaktivierte Gürtelrose-Impfstoff gilt als äußerst sicher. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es in der Zulassungsstudie keine Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen. Es können jedoch Symptome wie Fieber, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle auftreten.

Wenn die Gürtelrose früh erkannt wird, besteht eine gute Chance, dass die Symptome innerhalb von zwei bis vier Wochen abklingen. Mögliche Komplikationen sind sogenannte Postherpesneuralgie (brennende Schmerzen), Narbenbildung nach Blasenheilung oder Nervenschäden. © 1&1 Mail und Medien/News vor Ort