Stand: 21.05.2022 06:41 Uhr
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte in der Nacht zum Freitag vor Gewittern mit sintflutartigem Regen, Hagel und teils starken Windböen. Aber Mecklenburg-Vorpommern weicht leicht ab. Es gab nur wenige meteorologische Brandeinsätze im Land.
Nach dem ersten Gewitter in der Nacht zum Donnerstag stand Mecklenburg-Vorpommern am Freitag das nächste bevor. Der DWD warnte vor “extremen Unwettern” in Deutschland. Der Sturm breitete sich von Westen über Norddeutschland aus. In Hamburg, Schleswig-Holstein und dem nördlichen Niedersachsen war das Tief „Emmelinde“ weicher als erwartet. Der Süden hingegen war stärker betroffen.
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In Schleswig-Holstein, Hamburg, MV und dem nördlichen Niedersachsen gab es fast keine Schäden. Südniedersachsen war stärker betroffen. Mehr ▼
Nur wenige Feuerwehreinsätze in der CF.
Hiddensees NDR-Wetterstudio-Meteorologe Stefan Craibom hat auf NDR MV Live bereits angekündigt, dass Mecklenburg-Vorpommern „eher die abgeschwächte Version“ bekommen wird. Dadurch richtete das Tief „Emmelinde“ in Mecklenburg-Vorpommern fast keine Schäden an. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr im Bereich Teterov mussten Straßen, Hausdächer und Autos bei zwölf Einsätzen von abgebrochenen Ästen befreit werden. Einige Äste mussten von den Straßen rund um Doberan entfernt werden. Menschen wurden nicht verletzt. In der Gemeinde Karpin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt. Ein kleines Feuer brach aus, aber die Feuerwehr konnte es unter Kontrolle bringen.
In Westmecklenburg entstand nach ersten Erkenntnissen nahezu kein Schaden. Die Feuerwehr hatte im Zusammenhang mit dem Sturm in der Nacht mehr als 20 Einsätze – fast alle im Raum Nordwestmecklenburg. Ein Sprecher sagte, größtenteils abgerissene Äste und Baumwipfel seien von den Straßen entfernt worden. Es gab auch ein oder zwei ganze Bäume.
Mehrere Brandeinsätze am Donnerstag
In Neustadt-Glewe wurde das Blechdach eines Industriegebäudes abgetragen.
Feuerwehrleute mussten wegen eines Gewitters am Donnerstag mehrfach evakuiert werden. Besonders betroffen waren die Landkreise Ludwigslust-Parkhim und Nordwestmecklenburg sowie die Landeshauptstadt Schwerin. In Neustadt-Glewe wurde das Blechdach eines Industriegebäudes abgetragen. Insgesamt gab es mehr als 40 Einsätze, hauptsächlich wegen abgebrochener Äste auf den Straßen. Laut Polizei wurde niemand verletzt.
Wasserschaden an einer Schule in Rostock
Die Baltische Schule in Rostock hat einen Wasserschaden erlitten, der am Freitag zur Absage des Augenunterrichts führte. Nach Angaben des Bildungsministeriums regnete es durch ein Leck auf dem Dach so stark, dass alle Toiletten überliefen und nicht benutzt werden konnten. Zudem wurde die Elektroinstallation in einem Teil der Schule durch einen Kurzschluss beschädigt. Für die 5. und 6. Klasse wurde eine Nothilfe geschaffen. Ältere Altersgruppen erhielten Hausarbeit und wurden nach Hause entlassen. Es wird nun geprüft, ob der Unterricht am Montag wieder aufgenommen werden kann.
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Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Hörfunk MV | Die Nachrichten 21.05.2022 | 06:00
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