Der russische Oligarch Andrei Melnichenko, 50, lebt in St. Moritz. Im März wurde Melnichenko in die Schweizer Sanktionsliste aufgenommen. Doch laut Tagesanzeiger hat er sich erfolgreich zur Bestrafung hereingelegt.
Laut Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gehört Melnitschenko “zum einflussreichsten Kreis regierungsnaher russischer Geschäftsleute”. Daher wird er planmäßig sanktioniert.
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Pensionierung und Versetzung seiner Frau
Ihm gehörte der Düngemittelriese Eurochem (Jahresumsatz 10 Milliarden Dollar) mit Sitz in Zug. Doch kurz bevor Melnitschenkos Name Mitte März auf die Sanktionsliste kam, kündigte er öffentlich seinen Rücktritt als Mitglied des Eurochem-Vorstands an. Er geht auch als „Hauptnutznießer“ des Unternehmens in den Ruhestand.
Doch Recherchen des Tagesanzeiger zeigen nun, dass er seine Anteile einfach an seine Frau, Ex-Model Alexandra Melnichenko, übertrug. Melnichenko behält das Interesse an dem Unternehmen durch einen Trust in Zypern. Jetzt bevorzugt er seine Frau. Es steht nicht auf der Schweizer Sanktionsliste.
Seko wusste von dem Wechsel zu Alexandra Melnichenko
Seco kannte den Vorgang. Die Zeitung zitierte ein Schreiben des Staatssekretariats für Wirtschaft vom 30. März: “Frau Alexandra Melnichenko ist die eigentliche Eigentümerin des Trusts.”
Sie bestätigen, dass sie „keine sachlichen, überzeugenden Beweise“ dafür haben, dass das Unternehmen „im Besitz oder unter der Kontrolle einer sanktionierten Person“ ist.
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500 Millionen Yachten wurden festgenommen
Das Unternehmen kann nun frei über seine Mittel verfügen. Aufgrund der Sanktionen dürfen derzeit keine Dividenden an Alexandra Melnichenko gezahlt werden. Dies wurde der Zeitung von den Anwälten von Eurochim bestätigt.
Andrei Melnichenko ist einer der reichsten Menschen der Schweiz. Melnitschenkos 143 Meter lange Megayacht, die von italienischen Behörden in Triest beschlagnahmt wurde, sorgte kürzlich für Aufsehen. Es soll das größte der Welt sein. Das Schiff soll mehr als 500 Millionen Euro wert sein. (EU)
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