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SVP-Steinemann will Flüchtlinge aus der Ukraine differenzieren

In der Arena fürchtet die FDP-Schoop die Taliban, wenn der Protektionistenstatus S verlängert wird. Grunen-Glatley will das nicht, aber andere Bedingungen.

SVP-Steinemann und Grünen-Glättli sind sich im Umgang mit Flüchtlingen aus der Ukraine und anderen Ländern uneins. – SRF, Keystone

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das Wichtigste in Kürze

  • In der Arena wird über Flüchtlinge diskutiert.
  • Steinemann verteidigt die Differenzierungsforderung der SVP aus Platzmangel.
  • Glättli kritisiert das Asylsystem, weil Ukrainer eigentlich nicht als Flüchtlinge gelten.

Während des Krieges in der Ukraine hat der Bundesrat erstmals den Schutzstatus S aktiviert: Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten ein unbürokratisches Aufenthaltsrecht, Familiennachzug und Erwerbstätigkeit sind möglich. Mehr als 50’000 Ukrainerinnen und Ukrainer sind bereits mit dem Schutzstatus S in die Schweiz gekommen und viele weitere können folgen.

Doch die anfangs sehr starke Solidarität schwindet langsam. FDA-Berater im Aargau Adrian Schup berichtet von Pflegefamilien, die nicht wissen, wie lange sie das noch können. Seine Gemeinde Turgi muss viel mehr Flüchtlinge aufnehmen als üblich.

Adrian Schup, FDP-Berater im Aargau, sieht eine abnehmende Solidarität mit ukrainischen Flüchtlingen. Edibe Golgeli, Berater der SP in Basel-Stadt, will die uneinheitliche Terminologie im Asylwesen ändern.

Basler SP-Berater Edibe Golgeli betont die starke Schweizer Wirtschaft und humanitäre Tradition: «Man kann nicht sagen, dass wir nicht die Kapazitäten und Ressourcen haben.»

SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann sagte allerdings, wenn jeder Ukrainer käme, würde es die Kapazität übersteigen. Die Menschen müssen in Containern, Zeltstädten oder Turnhallen untergebracht werden. “Diesen Standard wollen wir ihnen nicht zumuten.” Sie müssen darauf achten, niemanden aufzunehmen, der aus einem Militärgebiet kommt oder behauptet, eines zu sein.

Was halten Sie von der Idee, nur Ukrainer aus bestimmten Regionen aufzunehmen?

Es hat daher eine andere Lösung: Differenzierung. Der Krieg hat sich in die Ostukraine und nach Kiew verlagert, die Menschen dieser Regionen müssen akzeptiert werden. Du musst den anderen signalisieren, dass du nicht kommen kannst. Differenzierung ist laut Steinemann nicht neu.

Grünen-Präsident Balthazar Glatley sieht einige Vorteile im Verteidigungsstatus S. Dieser würde es Ukrainern erleichtern, ins Land zu kommen, ohne Tausende von Franken an einen Schmuggler zu zahlen. Schoop hingegen sieht darin einen Grund, den Schutzstatus von S. nicht auf andere Länder auszudehnen: „Damit können Menschen aus Afghanistan ohne Pass nach Deutschland einreisen. Ich möchte zum Beispiel nicht, dass die Taliban oder der IDF-Kämpfer in die Schweiz kommen.»

Glättli: «Ohne Schutzstatus S erhalten Ukrainer kein Asyl»

Das F-Verfahren für die vorläufige Aufnahme wird laut Schoop individuell betrachtet, der S-Status kollektiv zugelassen. Es gehe nicht darum, den S-Schutzstatus für alle einzuführen, sagte Glatley. Wir sprechen von allen Menschen, die Schutz benötigen, um ihn unter den gleichen Bedingungen zu erhalten.

Zwei Flüchtlinge aus der Ukraine kommen in die Schweiz. In der «Arena» pocht SVP-Steinemann auf eine künftige Differenzierung zwischen den Regionen des angegriffenen Landes. – Schlussstein

Er kritisierte das geltende Asylsystem, weil ohne den Schutzstatus S kein Ukrainer Asyl erhalten würde. Wer vor einer weit verbreiteten Gewaltsituation flüchtet, erhält in der Schweiz kein Asyl, kann aber als vorübergehender Gastgeber bleiben. “Warum können wir ihm nicht den Flüchtlingsstatus oder Schutz gewähren?”, fragt Glättli und fügt hinzu: “Wir müssen allen Schutzbedürftigen gleiche Chancen geben.”

Steinemann in “Arena”: Ukrainer müssen am Ende des Krieges kollektiv gehen

Der Begriff vorübergehend aufgenommen werde auf dem Arbeitsmarkt oft missverstanden, was Chancen verbaue, so der Präsident der Grünen. Auch Golgeli würde die Begriffe gerne korrigieren, weil sie “inkonsistent” seien, sagte sie der Arena.

Steinemann entgegnete, alle Barrieren auf dem Arbeitsmarkt für vorläufig Aufgenommene seien bereits abgebaut. Sie weist auch darauf hin, dass Ukrainer, die kollektiv aufgenommen wurden, am Ende des Krieges kollektiv gehen müssen. Es kann jedoch nicht die Bedingungen angeben, unter denen der Krieg in der Ukraine in der Arena geendet sein soll.

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