Stand: 22.05.2022 02:02
DGB-Chef Fahimi forderte ein Umdenken in der deutschen Migrationspolitik. Flüchtlinge müssen schnell das Recht auf Grundsicherung und direkten Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen. Den Fachkräftemangel wird dies jedoch nicht lösen.
Die Präsidentin des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Jasmine Fahimi, forderte eine tragende Figur in der deutschen Flüchtlingspolitik. Sie muss sich an den Bestimmungen zu Militärflüchtlingen aus der Ukraine orientieren.
„Ich denke an ein schnelles Recht auf Grundsicherung, aber vor allem an den direkten Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, sagte sie der Funke Mediengruppe. “Ich verstehe wirklich nicht, warum wir immer noch diese Unterscheidung zwischen Grundsicherung und Asylleistungen aufrechterhalten”, erklärte sie.
Fahimi warnt vor illegalen Stellenangeboten
Gleichzeitig beklagte Fahimi bürokratische Hindernisse bei der Integration ukrainischer Flüchtlinge. „Bevor Flüchtlinge Leistungen anfordern können, müssen sie zur Einwanderungsbehörde gehen, um ihren Aufenthalt zu bestätigen. Deshalb brauchen sie ein persönliches Treffen – und das ist im Moment die Hürde. Oft dauert es viele Wochen.
Fahimi sagte, dies sei eine gefährliche Phase, in der Menschen in der Ukraine „böswillige und manchmal illegale Jobangebote“ erhalten hätten.
Fahimi: Flüchtlinge werden den Fachkräftemangel nicht lösen
Sie warnte davor, Flüchtlinge nicht als Lösung für den Fachkräftemangel in Deutschland zu sehen. Niemand kann sagen, wie lange die Ukrainer in Deutschland geblieben sind. „Wer glaubt, dass das Fachkräfteproblem in Deutschland von den Ukrainern gelöst werden kann, der irrt“, sagte Fahimi.
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