Nenda Neururer ist im Rhythmus: Die Tiroler Schauspielerin und Musikerin, die seit einigen Jahren in London lebt, hat sich nicht nur mit ihren Hip-Hop-Songs einen Namen gemacht, sondern ist ab 27. Mai auch in der Sky-Serie „The Rise“ zu erleben. “ spielt Alex, der als einer der wenigen die verstorbene Hauptfigur Neve (Clara Rugard) sehen kann und sie bei der Suche nach ihren Mördern unterstützt.
„Die ganze Stimmung ist sehr mysteriös“, beschrieb Neurer im Gespräch mit der APA seinen ersten Eindruck vom Drehbuch. Die Umgebung des kleinen Dorfes, wo jeder jeden kannte, erinnerte sie an ihre eigene Heimat. „In gewisser Weise erkenne ich ihn dort, wo ich aufgewachsen bin. Und da kennt jeder jeden. Insofern habe ich es geschafft, mich in ihre Lage zu versetzen. Und Alex ist eine Frau, die nach einer schwierigen Zeit in dieses Dorf zurückkehrt.“
Dort muss sie jedoch feststellen, dass nichts mehr ist wie zuvor. „Erst später weißt du genau, was mit ihr passiert ist“, wollte Neurer nicht zu viel verraten. „Aber es ist anders für sie, wenn sie zurückkommt. Es ist wirklich schwer für sie, obwohl sie die Dinge richtig machen will – nur die Leute sind gegen sie.“ Als Charakter ist Alex schließlich ganz anders als ich: Sie ist viel mutiger und viel einfühlsamer. Ich kann es kaum erwarten, das zu tun“, lachte Neyurur.
Die belgische Vorlage für die Serie „Room 108“ hat sie noch nicht gesehen, das muss aber nachgeholt werden. „Ich wollte mich im Vorfeld einfach nicht von den Auftritten oder der Story beeinflussen lassen“, sagte Neurer. „Natürlich will man nichts imitieren oder kopieren.“ Die Chemie am Set stimme perfekt, wie die vielen Instagram-Fotos von Neururer und Ruggard zeigen. „Ich könnte mir nichts Besseres wünschen“, sagte die Schauspielerin begeistert. “Wir haben sofort zugestimmt, was nicht selbstverständlich ist.”
Auch im Frühjahr der Berlinale kam es zu Zusammenkünften, als „The Rising“ auf den Filmfestspielen präsentiert wurde. „Für mich ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen, ich wollte schon immer zur Berlinale. Und es war gut, dass so viele aus der Besetzung gekommen sind“, sagte Neuerurer. „Und dann die Show auf der Riesenleinwand zu sehen, das war etwas ganz Besonderes.“ Lesezeichen in der Liste für den charmanten Künstler.
Ein weiteres könnte in Zukunft folgen, da Neururer weiterhin hart an seiner Musik arbeitet und eine EP plant. Mit den Songs „Mixed Feelings“ und „Borders“ hat sie bereits viele Sendungen auf FM4 erhalten und große Unterstützung aus Österreich und Deutschland. „Als Schauspielerin wurde dir der Text gegeben, so viele Leute haben das Wort. Natürlich kann man selbst etwas hineinstecken, aber man kann nicht so viel entscheiden. Aber ich bin ein kleiner Kontrollfreak“, lachte Neururer, „und das kann ich bei der Musik erleben.“
Dass es thematisch ausschließlich gesellschaftspolitisch ist, heißt nicht, dass es immer so sein sollte. „Jede Musik, jede Kunst hat ihren Wert. Es ist mir wichtig, Dinge anzupacken und vielleicht andere Menschen zu ermutigen, die sich mit ihm identifizieren können. Das ist mir im Moment sehr wichtig. Es könnte aber auch sein, einen Song über meine Lieblingsschuhe zu schreiben“, lachte sie herzlich.
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