Was ist eine Sehnenscheidenentzündung?
Sehnen sind verstärkte Bindegewebsstrukturen, die unsere Muskeln mit den Knochen verbinden. Wenn wir die Muskeln anspannen, geben die Sehnen Impulse an die Knochen weiter und ermöglichen so Bewegung. Sehnen durchziehen unseren Körper und sind überall dort, wo viel Reibung und Druck herrscht, von speziellen Schutzhüllen umgeben. Wenn beispielsweise Sehnen durch die Gelenke verlaufen, sind sie von Sehnenscheiden umgeben, die den Druck auf die Sehnen minimieren und Reizungen durch Kontakt mit Knochen und anderem Gewebe verhindern.
Entzündet sich die Schutzhülle der Sehnen, sprechen Mediziner von einer Tendinitis. Dies ist besonders häufig an den Fingern und Handgelenken der Fall. Überanstrengung spielt oft eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer schmerzhaften, einschränkenden Sehnenscheidenentzündung.
4 Dinge, die Sie über Sehnenscheidenentzündung wissen müssen
1. Ursachen der Sehnenentzündung
Eine Entzündung der Sehnenscheide resultiert meist aus ständiger Überlastung oder Fehlhaltung. Bleibt das Handgelenk beim Arbeiten am Computer über Stunden in der gleichen Position, wird die durch das Gelenk verlaufende Sehnenscheide beschädigt. Auch regelmäßige Überlastung beim Sport kann zu Reizungen der Sehnenscheide führen. Beim Musizieren kommt es häufig zu Überlastungen und Fehlladungen. Manche Menschen sind anfälliger für Sehnenscheidenentzündungen. Wer an Arthrose oder Morbus Bechterew leidet, ist häufiger von Entzündungen der Sehnenscheiden betroffen.
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2. Symptome einer Sehnenentzündung
Eine Sehnenscheidenentzündung ist immer mit Bewegungsschmerzen verbunden, die ausgelöst werden, wenn sich die Sehne durch die Sehnenscheide bewegt und das entzündete Scheidengewebe reizt. Zusätzlich zu den Schmerzen können bei Patienten auch Rötungen und Schwellungen im betroffenen Bereich auftreten. Typisch sind außerdem:
- Morgendliche Gelenksteifheit
- Quietschgeräusche beim Bewegen
- Spannungsgefühl in Gelenk und Sehne
3. Möglichkeiten zur Behandlung von Tendinitis
Obwohl eine Sehnenentzündung schmerzhaft ist, heilt sie normalerweise innerhalb weniger Wochen aus. Voraussetzung für eine schnelle Heilung ist jedoch die Schonung und Ruhigstellung des betroffenen Gelenks. Sie müssen die Ursache der Entzündung finden und ursächliche Fehlhaltungen oder Überlastungen vermeiden. Schienen für Finger oder Handgelenke werden normalerweise verwendet, um die Gelenke für einen bestimmten Zeitraum zu immobilisieren. Wenn Ihre Gelenke geschwollen und gerötet sind, können Sie sie mit Eisbeuteln kühlen. Wenn Sie regelmäßig unter Sehnenscheidenentzündungen leiden, empfehlen wir Dehnübungen, um Gelenke und Sehnen elastisch zu halten und Überlastungen besser entgegenwirken zu können.
4. Häufige Arten von Sehnenentzündungen
Obwohl eine Sehnenentzündung am Handgelenk häufig vorkommt, sind einzelne Finger oder Zehen besonders häufig von einer lokalen Sehnenentzündung betroffen. Beim sogenannten Schnappfinger entzündet sich eine der Sehnen der Fingerbeuger und kann nicht mehr ohne weiteres durch das Sehnenfach gleiten. Motorische Störungen und Schmerzen treten auf. Das offensichtlichste Symptom eines Fingerklicks: Der betroffene Finger ist in der Handinnenfläche gefaltet und lässt sich nur sehr schwer wieder falten. Ist eine der Sehnen im Sehnenbereich des Streckmuskels im Handgelenk entzündet, kann sich der Daumen nicht mehr oder nur noch unter Schmerzen bewegen. Diese Art von Sehnenscheidenentzündung wird als De-Quervain-Tenovaginitis bezeichnet. Es ist nach dem Schweizer Arzt benannt, der die Krankheit 1895 erstmals beschrieb.
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