Das Affenpockenvirus ist derzeit für Forscher und Wissenschaftler von Interesse. Ein Experte warnt Infizierte nun davor, mit ihren liebsten Haustieren in Kontakt zu kommen.
Greifswald – Die Fälle des Affenpockenvirus treten derzeit in immer mehr Ländern auf der ganzen Welt auf. Forscher und Wissenschaftler schlagen vor, dass wir nach der weltweiten Ausbreitung der Krone nicht mit einer neuen Pandemie rechnen müssen. Sie raten jedoch zur Vorsicht und Wachsamkeit hinsichtlich des Infektionsrisikos. Obwohl das Virus in aktuell bestätigten Fällen von Mensch zu Mensch übertragen wird, warnt ein Experte nun vor einer Ansteckung zwischen Haustier und Mensch.
Affenpocken: „Umarmen ist verboten“ – der Experte warnt vor Ansteckung bei Katzen
Menschen, die mit dem Affenpockenvirus infiziert sind, sollten es vermeiden, mit der Katze zu kuscheln. (Symbolfoto)
© Evgenia Sunegina / IMAGO
Im Gegensatz zum Coronavirus sind Affenpocken kein neues Virus. Daher ist bereits bekannt, dass die Symptome denen einer Grippe ähneln und daher leicht verwechselt werden können. Zudem schützt nach aktuellem Stand der Wissenschaft die allgemeine Pockenimpfung vor dem Virus. Affenpocken gehören auch zu den sogenannten Zoonosen, die zwischen Tier und Mensch aufeinander übertragen werden. Derzeit bestätigte Fälle sind jedoch von Mensch zu Mensch.
Die Virologin Prof. Isabella Eckerle warnt nun davor, dass auch im Tierreich Krankheitserreger kursieren. Es besteht also die Gefahr, dass sie sich immer wieder auf den Menschen ausbreiten. Da Pocken verschiedene Arten infizieren können, wie Eckerle auf Twitter schrieb, können sich auch unsere Nutz- und Haustiere mit dem Virus infizieren. Insbesondere Ratten sind potentielle Wirte für Affenpocken. Aber genau wie das Coronavirus kann auch Deutschlands beliebtestes Haustier anfällig für eine Infektion sein: die Katze.
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Können Katzen Affenpocken bekommen?
Obwohl kürzlich berichtet wurde, dass das Affenpockenvirus zwischen Männern übertragen wurde, die Sex mit anderen Männern haben, kann es auch zu einer Übertragung von Mensch zu Tier kommen. „Wir müssen wachsam sein – zum Beispiel bei Katzen“, sagt Dr. Fabian Leenderz, Direktor des Helmholtz-Instituts für Gesundheit in Greifswald und Experte für Zoonosen, sagte dem SPIEGEL über die Bedenken. Entgegen dem Namen des Affenpockenvirus sind vermutlich Nagetiere das Hauptreservoir.
Es wurde bereits nachgewiesen, dass sich Hauskatzen bei Kontakt mit Wühlmäusen mit den sogenannten Kuhpocken anstecken können. Allerdings ist noch unklar, ob sie sich mit Affenpocken anstecken können. Wenn dem so wäre, könnte es bei 16,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten und vielen Obdachlosen zu einem echten Problem werden. Durch die Ausbreitung des Virus kann sich ein Dauerreservoir bilden. Im Moment gibt es laut Leenderz jedoch keinen Anlass zur Sorge. Allerdings gilt für Infizierte: „Kein Kuscheln.“ Wissenschaftlern zufolge sollten Sie sich von Ihrem Haustier fernhalten.
Ausbreitung von Affenpocken: Der Experte ruft zur Ruhe auf
Generell machen Experten aber deutlich auf die Ausbreitung des Affenpockenvirus aufmerksam. Prof. Martin Beer, Leiter des Instituts für Virusdiagnostik (FLI) des Friedrich-Löfler-Instituts in Greifswald, forderte laut SPIEGEL Ruhe, denn Affenpocken verbreiten sich nicht so leicht wie das Kronenvirus. „Sehr enger Kontakt“ ist nötig, um Verwandte oder Haustiere anzustecken.
Zudem gibt es noch keine Hinweise darauf, dass diese Tiere überhaupt infiziert werden können. Um das Übertragungsrisiko zu verringern, empfiehlt er wie Leendertz Infizierten, den Kontakt zu Menschen und Tieren zu vermeiden und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Auch Prof. Gerd Sutter, Virologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München, rechnet nicht mit einer neuen Pandemie. Gleichzeitig warnt er jedoch vor Zukunftsszenarien.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Heilung gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen unsere Redakteure leider nicht beantworten.
Titelverzeichnis: © Evgenia Sunegina / IMAGO
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