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Gifi will die Mietobergrenze an das Einkommen koppeln

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Gifi will die Mietobergrenze an das Einkommen koppeln

Bis: 16:39 | Lesezeit: 2 Minuten

“Das wäre fair”: Franziska Giffey ist für die Mietpreisobergrenze

Quelle: dpa / Wolfgang Kumm

Angesichts steigender Mieten in Berlin fordert die Regierende Bürgermeisterin Francisca Giffi eine 30-prozentige Reduzierung der Nettoeinkommensbelastung. Andererseits lehnt sie die Fortschritte ihrer Koalitionspartner in der Wohnungspolitik ab.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Francisca Gifi (SPD) hat sich im Kampf gegen Wohnungsnot und Mieterhöhungen für eine Begrenzung der Belastungen von Mietern ausgesprochen. „Es ist so, dass niemand in Berlin mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete zahlen muss“, sagte Giffe dem Tagesspiegel. Das wäre eine faire und für alle nachvollziehbare Lösung.“

Giffey setzt auf einen Kompromiss mit Wohnungsunternehmen im Bündnis für neuen Wohnraum und bezahlbaren Wohnraum, der im Juni die endgültigen Ergebnisse vorlegen will. „Die Erleichterung hat mit der Einkommenssituation zu tun“, sagte Giffe. „Unterschiedliche Einkommen haben unterschiedliche Nachhaltigkeit. Das muss respektiert werden.“

Angesichts der Fortschritte der Koalitionspartner Grüne und Linke warnte der PSD-Politiker vor “zu pauschalistischen” Lösungen für die Wohnungsnot – etwa die Begrenzung der Mieterhöhungen auf ein Prozent im Jahr oder die Vorgabe einer 60-Prozent-Quote für Sozialleistungen Arbeiter Wohnen in neuen Stadtteilen.

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„Man legt eine Zahl fest und weiß genau, dass es nicht funktionieren wird.“ Managementfähigkeit zeigt sich darin, ambitionierte, aber praktikable Lösungen anzubieten. Auch der geförderte Wohnungsbau muss finanziert werden. Auch das von den Grünen vorgeschlagene fünfjährige Mietmoratorium hält der PSD-Politiker für nicht finanzierbar. Dies folge dem Prinzip der Gießkanne, kritisiert Gifi.

Stattdessen forderte Giffi einen wohnungspolitischen Dreiklang – neben der 30-Prozent-Belastungsgrenze vermeldete sie eine feste Beteiligung an der Wohnungsvergabe an Wohnungsberechtigte und eine Beteiligung geförderter Wohnungen am Bau neuer Quartiere. Giffey hält an seinem Ziel von 200.000 neuen Wohnungen bis 2030 fest, trotz anhaltender durch den Krieg in der Ukraine verschärfter Probleme wie Lieferengpässe, Rohstoffknappheit und steigende Preise.

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Gleichzeitig räumte der PSD-Politiker ein: „20.000 Wohnungen werden wir im ersten Jahr wohl nicht schaffen.“ Aber auch das sei eine „durchschnittliche Zahl“. Zu den Forderungen der Linkspartei zur Vermeidung von Wohnungsengpässen sagte Giffi: „Bei 0,9 Prozent Leerstand in Berlin werden wir das Wohnungsproblem nicht allein mit dem bestehenden Fonds lösen.“