Stand: 29.05.2022 17:23 Uhr
Kurz vor Beginn der Reduzierung des Tanks wuchs die Befürchtung, dass die Entlastung nicht ausreichend an die Verbraucher weitergegeben würde. Das Bundeskartellamt will die Preisentwicklung genau beobachten.
Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mund, kündigte an, dass sein Gremium die Preisentwicklung nach Beginn der Tanksenkung genau beobachten werde. Seine Behörde beobachte “den 1. Juni intensiv”, sagte er RTL und ntv. Sollten die Preissenkungen nicht an die Verbraucher weitergegeben werden, werde das Kartellamt den Mineralölkonzernen „heikle Fragen“ stellen.
“Maximale Transparenz”
Laut Mundt hat das Bundeskartellamt bereits vor einiger Zeit damit begonnen, die Preise genauer zu überwachen. „Letztendlich müssen wir hoffen, dass die Preissenkungen nicht nur vorübergehend sind, sondern sich nachhaltig auf die Verbraucher auswirken“, sagte er. Es sei möglich, “für die Öffentlichkeit und die Politik größtmögliche Transparenz darüber zu schaffen, wie die Mineralölkonzerne mit dieser Steuersenkung umgehen”. “Wir werden die richtigen Fragen stellen und die Antworten bekommen.”
Für den Tankrabatt wird die Energiesteuer auf Kraftstoff ab Juni für drei Monate reduziert. Damit soll laut Bundesfinanzministerium Benzin um 35,2 Cent und Diesel um 16,7 Cent günstiger werden. Es gibt jedoch Befürchtungen, dass die Ölunternehmen die Preise nicht im gleichen Maße senken könnten.
Spediteure warnen vor Engpässen trotz Reduzierung des Tanks
Speditionen in Deutschland warnen trotz geplanter Reduzierung der Tanks vor massiven Insolvenzen der Branche und Lieferschwierigkeiten. „Es wäre eine Katastrophe, wenn die Reduzierung im Tank wegfällt. Dann kommt es zu einem Massensterben in unserer Branche, das die Versorgung in Deutschland stark gefährden würde“, sagte Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Transport und Logistik (BGL). ). am Sonntag “. Er forderte die Bundesregierung auf, für mehr Entlastung zu sorgen.
Auch der verkehrspolitische Sprecher der Union im Deutschen Bundestag, Thomas Barris (CDU), warnte: „Die Gefahr ist groß, dass längst überfällige Steuervergünstigungen beim Fahrer nicht ankommen.“
Bundeswirtschaftsminister Robert Habek schloss am Freitag nicht aus, dass der Tankrabatt zunächst zu höheren Spritpreisen führen könnte – „wenn alle am 1. Juni zur Tankstelle fahren“, sagte er. Dann sei die Nachfrage viel höher „und Benzin wird plötzlich ein noch wertvolleres Gut und dann haben wir den Preis gesenkt, aber tatsächlich steigt er“, sagte er gegenüber RTL/ntv. Dann liege das am Marktgeschehen und würde sich “wieder beruhigen”.
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