Geschäft
Für Unternehmer war die CoV-Zeit ein zweischneidiges Schwert – einerseits wegen der CoV-Maßnahmen, andererseits dank staatlicher Unterstützung. Die Handelskammer begrüßt die Verschärfung der Regeln.
30.05.2022 06.30
Heute um 6.30 Uhr online
Laut Kreditschutzverband gingen im ersten Quartal dieses Jahres 115 Unternehmen in der Steiermark in Konkurs – mehr als 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die IHK ist davon wenig überrascht – sie habe sogar mit weiteren Insolvenzen gerechnet, sagt Leopold Strobl vom Wirtschaftsservice.
Strengere Regeln bringen eine stabilere Zukunft
Als Vorteil sieht er, dass die Regeln etwa von Banken für Jungunternehmer und wachsende Unternehmen strenger werden: Ab Juli bekommen Unternehmen beispielsweise nur noch einen Kredit, wenn sie eine Eigenkapitalquote von at vorweisen können mindestens 20 Prozent. Strengere Auflagen seien laut Strobl eine Chance für Unternehmen, sich künftig stärker aufzustellen – das sei gerade in schwierigen Zeiten mit massivem Personalmangel, Problemen bei Lieferketten und Rohstoffen sehr wichtig; Flexibilität bei Arbeitszeiten und Geschäftsmodellen wird für Unternehmer immer wichtiger.
Was können Unternehmen ändern?
Es sei jetzt sehr wichtig, intern zu schauen, was man anders machen könne, sei es im Bereich der Strategie oder in internen Prozessen, wo unter Umständen mehr Digitalisierung gedeihen könne, beschreibt Strobl, aber natürlich auch extern, wo er stärker werden könne auf sozialen Medien.
Spezialisierung werde für Unternehmen immer wichtiger, sagt der Wirtschaftsexperte, ebenso wie Nachhaltigkeit, die für Kunden und Finanzierung eine immer wichtigere Rolle spiele: „Lebensmitteleinzelhändler, die unverpackte Produkte anbieten. Oder wir haben einen Lackbetrieb, der nur mit umweltfreundlichen Lacken arbeitet“, nannte Strobl mehrere Beispiele. Auch ein neuer Trend kann das Risiko minimieren: Immer mehr Unternehmen richten Teilzeitstellen ein.
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