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Kroos schloss ein Gespräch mit Caben nach Abbruch des Interviews aus

Aktualisiert am 01.06.2022 um 15:46 Uhr

  • Tony Kroos äußerte sich erneut zum Abbruch seines Interviews nach dem Champions-League-Finale.
  • Ein klärendes Gespräch mit ZDF-Reporter Nils Kaben schließt der Real-Madrid-Star aus und nennt den Grund dafür.

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Tony Kroos lehnte ein Gespräch mit ZDF-Reporter Nils Kaben ab, nachdem dieser nach dem Triumph mit Real Madrid in der Champions League das Interview unterbrochen hatte. Er dachte darüber nach, in seinem Podcast darüber zu sprechen, was mit ihm geschah. „Dieser Gedanke verflog ziemlich schnell, als ich sah, dass er auch als Erster interviewt und bestätigt hatte: Als Spieler sollte man sich nicht so anstellen“, sagte der Weltmeister von 2014 im gemeinsamen Podcast „Einfach mal Luppen“ mit seinem Bruder .Felix. “Deshalb ist es erledigt.” Wenn Sie es loswerden wollen, sprechen Sie miteinander.

Das könne man sofort machen: „Ich wäre offen dafür. Aber man wählt den Weg nicht selbst, um ein Interview zu geben und will sich wehren.“

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Tony Kroos warf sich Niels Caben wegen “schlechter Fragen” vor.

Kroos beendete das Interview abrupt nach einem 1:0-Erfolg gegen Liverpool, seinem fünften Sieg in der Klasse auf Platz eins. „Du hattest 90 Minuten Zeit, über vernünftige Fragen nachzudenken und mir dann zwei fiese Fragen zu stellen“, sagte Kroos kurz nach dem Match. Ob es überraschend sei, dass Real im Endspiel so unter Druck stehe, wurde er gefragt.

Tony Kroos verteidigt die Beendigung seines Interviews mit dem ZDF nach dem Sieg im Champions-League-Finale mit Real Madrid gegen den FC Liverpool. (Eintragsdatum: 28.05.2022)

© picture alliance / dpa / Revierfoto

Kroos antwortete: „Natürlich mussten wir zwei, drei Spannungsphasen durchmachen, aber ich habe gesagt, das ist normal. Was erwartest du? Dass wir Liverpool 90 Minuten lang dominieren? Es ist eine Weltklassemannschaft, man muss sie nur schlagen, das haben wir geschafft.“

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Kaben könnte im Interview auch fragen: „Wie hast du das Match selbst gesehen? Ich würde nicht sagen, dass wir gegen die Wand gespielt haben. Ich bin der erste, der sagt, dass er ausgeglichen ist, vielleicht sogar noch ein paar Chancen für Liverpool. Aber wir haben es einfach gewonnen, wie die letzten Runden durch KO. Dort würde er seine Antwort bekommen“, sagte Kroos.

„Ich fand die Herangehensweise in so einer besonderen Zeit zu wenig empathisch. Das hat mir in dem emotionalen Moment nicht gefallen.“

Aktualisiert am 31.05.2022 um 10:02 Uhr

Nach dem Finale der Champions League zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool hat Tony Kroos das Interview mit Nils Kaben vom ZDF wütend abgesagt. Nun spricht der Reporter über den bereits legendären TV-Zoff. Foto: IMAGO / Moritz Müller / IMAGO / Moritz Müller

Niels Kaben gibt zu: „Ich hätte eine Frage besser formulieren können“

Kaben räumte am Montag in einem Interview mit dem SPIEGEL ein, dass er die Frage “sehr deutlich” hätte besser formulieren können. Allerdings seien sie nach Rücksprache mit Kollegen “zu dem ganz klaren Schluss gekommen, dass man sich als Spieler nicht so verhalten sollte”.

„Auf jeden Fall kann man das natürlich etwas weniger emotional bewerten, definitiv. Aber ich muss sagen, dass sich meine Meinung auch ohne Emotionen nicht geändert hat“, bestätigte Kroos. „Der ZDF-Kollege hatte die Gelegenheit, ein Interview zu führen, ‚was vielleicht oder auch nicht so oft passiert ist. Wo man das sagen kann, kann man es dabei belassen.‘

Die Kolumne von Olaf Ton dachte schon nach, als er die erste Frage stellte: „Oh, oh …“

Tony Kroos würde nicht mehr “verdammte Frage” sagen.

“Ich konnte einfach nicht herausfinden, wie ich ihn mit so einer zweiten und dritten Frage zerstören sollte”, sagte der 32-Jährige. Er versucht jedoch immer zu denken und zu schauen: “Was habe ich falsch gemacht? Vielleicht hätte man das Wort „faule Frage“ weglassen und bei einer „schmutzigen Frage“ belassen können.

Kroos erklärte seine emotionale Reaktion unmittelbar nach dem Triumph mit einem Glücksgefühl. Nur wenige Minuten vor dem Interview stand er mit seinem Teamkollegen Luka Modric auf dem Feld, „und wir waren fast sauer vor Glück“, sagte Kroos.

Verdient oder unverdient? Diese Frage interessiert Tony Kroos im Endspiel nicht

Er sei, erklärte Kroos, “im Moment einfach nur genervt, ich habe mich mehr über ihn geärgert.” Aber direkt dieses “Ja, ich will hören, dass du unverdient gewonnen hast.” Das Finale ist mir egal, das musst du gewinnen, das Finale“, ergänzte der Weltmeister von 2014 im Podcast „Einfach mal Luppen“.

Generell habe er nichts gegen kritische Themen, sagte der fünfmalige Champions-League-Sieger. “Und ich erwarte nicht, in drei Minuten von einem Reporter gefeiert zu werden”, sagte er, “denn wenn ich gefeiert werden wollte, würde ich an meinem Kollegen vorbeigehen, die Fankurve von Real Madrid war 50 Meter entfernt.” Für ihn ist diese Frage nur „eine ganz kleine Klammer in einer unglaublich großen Geschichte“. (dpa/sid/hau/ari)

Aktualisiert am 31.05.2022 um 13:43 Uhr

Unmittelbar nach dem Spiel müssen die Spieler unter höchster Anspannung das eben Erlebte auf dem Platz analysieren, möglichst pressereif und möglichst gebrochen. Dies geschieht nicht immer, und wenn dies nicht der Fall ist, kann es die Schuld des Reporters sein oder auch nicht. Eines ist sicher: Die Aufnahmen werden Kult. Auswahl.