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So sind Industriecomputer richtig geschützt

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Daten von Industrierechnern müssen gut gesichert werden, damit Maschinen nach einem Ausfall schnell wieder in Betrieb gehen können. In solchen Fällen kann das Datensicherungssystem Datenverlust verhindern. Entscheidend dabei ist, dass die Datensicherungssoftware unabhängig vom Betriebssystem von Industrierechnern arbeitet und einfach zu bedienen ist.

Datensicherheit ist ein wichtiges Thema in der Industrie, da nahezu jede Maschine oder Anlage bereits über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) oder einen Industriecomputer (IPC) verfügt. Wenn diese Steuerungen versagen, stoppt die gesamte Maschine. Kontrollversagen geht immer mit dem Verlust sensibler Daten einher, die dann teuer wiederhergestellt werden müssen. Vorausgesetzt, die Steuerdaten werden zuvor vollständig in einem Datenarchivierungssystem archiviert.

Datenarchivierungssystem: Diese Hürden gilt es zu überwinden

Dies ist jedoch nicht immer einfach. Ein Grund dafür ist die Funktionalität der am Markt erhältlichen Sicherheitssysteme, die in der Regel Zugriff auf das Betriebssystem des Controllers haben. Da gerade in Unternehmen mit großen Flotten oft unterschiedliche Betriebssysteme nebeneinander eingesetzt werden, muss die Software mit einer Vielzahl von Betriebssystemen zusammenarbeiten. Dies kann zu Kompatibilitätsproblemen mit dem Datensicherungssystem führen.

Und es gibt noch eine weitere Hürde, die der gesamten Notfallwiederherstellung im Weg steht: Herkömmliche Programme sichern nur Dateien. Viele Steuerungsdaten der Maschine liegen jedoch nicht als Datei vor und werden daher nicht aus diesen Backups gesichert. Ein weiteres Problem: Viele Unternehmen setzen Managementsysteme ein, bei denen die Installation von Datenarchivierungssoftware aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, da sie in das Betriebssystem eingreift und somit dessen Funktion beeinträchtigen kann.

Herkömmliche Programme sind oft sehr komplex

Auch die HMI-Spezialisten von Rose Systemtechnik wissen, wie wichtig eine lückenlose Sicherung der Maschinendaten ist. Das Unternehmen übernahm 2019 die CRE Rösler Electronic GmbH und beliefert seither Endverbraucher mit kompletten Bedieneinheiten bestehend aus einem Gehäuse, einer Tragarmkonstruktion, einem Industriemonitor und einem Panel-Computer. Rose-Mitarbeiter hören immer wieder von ihren Kunden, dass sie Probleme mit der professionellen Datenarchivierung haben. Neben den bereits erwähnten Schwierigkeiten fehlen oft IT-Kenntnisse, da viele dieser Programme anspruchsvoll sind und nicht jedes Unternehmen Fachkräfte beschäftigt, die sich mit dieser Software auskennen.

Umfassende Datensicherung mit DeviceImage

Deshalb bietet Rose Systemtechnik seinen Kunden ein eigenes Datenarchivierungssystem an: Die DeviceImage-Technologie wurde von Waxar Data Saving Systems in Augsburg entwickelt und unterscheidet sich in ihrer Funktionsweise grundlegend von bestehenden Programmen. Die Software speichert Daten nicht nur in Dateiform, sondern arbeitet auch bitweise. Das bedeutet, dass die Technologie auch Daten sichert, die bei herkömmlichen Backup-Lösungen durchs Raster fallen.

Ein weiterer Vorteil von DeviceImage ist die Unabhängigkeit vom Betriebssystem der Maschinensteuerung. Dr. Yuri Ivastsuk-Kienbaum, Gründer von Waxar, erklärt das Prinzip: „Standard-Datenschutzlösungen sind ohne Betriebssystem gar nicht lauffähig. Unsere Software hingegen wird auf einem USB-Stick geliefert, den der Benutzer nur in den USB-Anschluss der Steuereinheit stecken muss. Sie können die Datensicherung mit nur wenigen Klicks starten und benötigen keine IT-Erfahrung.”

Dies ist nicht nur ein wichtiger Aspekt für kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht über die entsprechenden Experten vor Ort verfügen. Auch große Unternehmen mit weltweiten Standorten profitieren von dieser Lösung, da es in vielen Ländern immer wieder zu Stromschwankungen kommt, die zu Maschinenschäden führen. Regionale Niederlassungen verfügen jedoch in der Regel nicht über IT-Spezialisten, sodass die Datenarchivierung einfach durchzuführen sein sollte.

Die DeviceImage-Software kann auch Daten erfassen, die nicht im Dateiformat vorliegen. Bild: Waxar Data Saving Systems

Betriebssystemunabhängiges Datenarchivierungssystem

Neben der Software bietet der USB-Stick auch genügend Speicherplatz, um Daten zu sichern, sodass keine zusätzlichen Speichermedien benötigt werden. Bei normalen Datenmengen von 20 bis 60 GB dauert die Sicherung fünf Minuten. Hohe Geschwindigkeit ist mit bitbasierter Archivierung verbunden und wäre mit Dateiverfahren nicht möglich. „Es gibt zu viele logische Verbindungen zwischen verschiedenen Datensektoren, um sie zu berücksichtigen, daher wird es viel länger dauern“, sagte er. Yuri Ivatsuk-Kienbaum. Mit DeviceImage hingegen lassen sich Maschinendaten in kurzer Zeit wiederherstellen – Ausfallzeiten sind minimal.

Da die Lösung auch getrennt vom Betriebssystem geladen wird, kann sie im Gegensatz zu herkömmlichen Backup-Lösungen auch funktionieren, wenn der Controller mit einem Virus infiziert ist. Dieses Feature hat für den Anwender noch einen weiteren Vorteil: DeviceImage ändert das Betriebssystem nicht. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da viele Unternehmen in ihren IT-Richtlinien strenge Anforderungen an die Verwendung von Drittanbietersoftware stellen. Sie befürchten, dass diese Programme das Betriebssystem verändern, was zu Fehlfunktionen der Maschine führen könnte.

Auf Wunsch liefert Rose seine Panel-Computer auch mit DeviceImage. Bild: Rose Systemtechnik, Waxar, auremar / AdobeStock

Es stehen verschiedene Softwareoptionen zur Verfügung

Die DeviceImage-Technologie ist in verschiedenen Varianten verfügbar. Für größere Datenmengen gibt es beispielsweise eine USB-Festplatte, die Software kann aber auch auf einer Festplatte geliefert werden, die direkt in die Steuerung eingebaut werden kann. Als Datenträger für das Programm können auch Compact-Flash-Karten verwendet werden. „In Zusammenarbeit mit Waxar bieten wir außerdem eine besonders starke 1024-Bit-Datenverschlüsselung an. Etwas anderes werden Kunden auf dem Markt nicht finden“, erklärt Robert Hahn, leitender Entwicklungsingenieur bei Rose Systemtechnik.

Die spezielle Sicherheitstechnologie von Waxar macht eine Verschlüsselung mit einem hohen Maß an Sicherheit möglich: „Bei einem dateibasierten Backup-Prozess würde eine so umfangreiche Verschlüsselung sehr lange dauern. Da wir aber das einzige Unternehmen sind, das Daten nach und nach schützt, gibt es im Vergleich zur Standardverschlüsselung kaum eine spürbare Verzögerung“, sagt Dr. Ivatsuk Kienbaum. Daten werden auch direkt hinter der Schnittstelle verschlüsselt Sorgenfrei in die Cloud – es besteht keine Gefahr, dass sie geknackt wird“, so der IT-Spezialist. Auf Wunsch aller Kunden, die ihre Maschinen vor kostspieligen Schäden schützen wollen, bietet Rose Systemtechnik künftig die Datensicherungslösung Waxar an.

Die Autorin Katarina Lange ist Marketingleiterin bei Rose Systemtechnik.

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