Germany

Berset leitet Ermittlungen zur Impfstoffversorgung ein

Ob alle Impfstoffkäufe durch Kredite gedeckt seien, bleibe abzuwarten, teilte das Bundesinnenministerium (EDI) am Donnerstag mit.

Insbesondere ist nicht klar, ob parlamentarische Vorbehalte in die Verträge aufgenommen wurden, wie in der Mitteilung weiter ausgeführt wird.

Der Finanzausschuss wurde bereits informiert

Die möglichen Versäumnisse wurden während der parlamentarischen Debatte über Kredite für die Lieferung von Impfstoffen aufgedeckt.

Bundesrat Alain Bersett, 50, hat der Finanzkommission bereits mitgeteilt, dass er eine Untersuchung eingeleitet hat.

Der Finanzausschuss ist nicht glücklich

Die Finanzkommission des Nationalrates (FC-N) ist laut eigener Aussage «immer noch unzufrieden» mit dem angeblichen Versäumnis. Dies könnte die Haushaltsbefugnisse des Parlaments stark einschränken.

Die angeblichen Probleme mit den Verträgen seien zur Kenntnis genommen worden, weil der Staatsrat am Mittwoch den vom Eidgenössischen Impfstoffversorgungsrat beantragten Zusatzkredit kürzen wollte. Laut FK-N habe sich gezeigt, dass der Zusatzkredit nicht beliebig reduziert werden könne, da entsprechende Vorbehalte in den Verträgen mit den Impfstoffanbietern „in einigen Fällen eindeutig nicht enthalten waren“.

Untersuchung durch einen ehemaligen Leiter der Finanzkontrolle

Verantwortlich für die behördliche Untersuchung wird dem Bericht zufolge Kurt Grüter (84), ehemaliger Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle.

Neben Lücken werden auch Prozesse betrachtet, um diese zukünftig zu vermeiden. (SDA)