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Die Verschiebung der CO2-Bepreisung steht bevor

Maurer versteht, dass NGOs über die Verzögerung verärgert sind. Angesichts der sehr hohen Inflation muss es aber legitim sein, darüber zu diskutieren, dass die CO2-Bepreisung drei Monate später startet.

Der Chef der Grünen glaubt offenbar nicht, dass der Koalitionspartner solche Maßnahmen dauerhaft blockieren wird. Die ÖVP um Parteichef Karl Nechamer hat anerkannt, dass die einstige grüne Mission nun ein Grund für den Staat ist, seine Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren. In der Mitte der Volkspartei gibt es zwar schon Spieler, die eher im alten Denken feststecken, aber nur wenige glauben, dass man so weitermachen kann wie bisher.

Als ganz wichtigen Moment im kommenden Paket bezeichnet Maurer das Ende der Gasheizung im Neubau im Jahr 2023, auf das die Grünen drängen. Hinzu kommt eine „Harmonisierung“ der CO2-Bepreisungszeiten mit einem Klimabonus, der erst im Oktober laufen soll. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, für 2022 statt zwischen 100 und 200 Euro auf regionaler Ebene einheitlich 250 Euro festzusetzen. So kann schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Maurer blieb unklar über andere Möglichkeiten zur Bekämpfung der Inflation. Es gibt viele Vorschläge, von Aufwertungen über Einmalzahlungen bis hin zu Zuschüssen. Man ist noch in Gesprächen.

Die Opposition ist jedenfalls noch unzufrieden. Der stellvertretende SPÖ-Vereinsgeschäftsführer Jörg Leichtfried sagte in einer Aussendung, die eigenen Pleiten, Misserfolge und politischen Fehler zu korrigieren, sei keine gute Politik. FPÖ-Vizepräsidentin Dagmar Belakowitsch hat eine endgültige Absage an CO2-Preise gefordert, NEOS wird die Gutscheinpolitik der Regierung ersetzen, um die „kalte Progression“ zu beenden: „Warum wollen die Grünen wohlhabenden SUV-Fahrern plötzlich 250 Euro Klimabonus geben? „Gerald Locker.

Maurer bestreitet jedoch, dass das Informationsfreiheitsgesetz scheitern kann: “Eines ist sicher, das Geschäftsgeheimnis wird entfernt.” Den Widerstand will sie niemandem in die Schuhe schieben, auch nicht ihrem Koalitionspartner. Hier würden sich mehrere Spieler hintereinander verstecken, machte sie Eindruck. Die Stadt Wien beispielsweise ist nicht unbedingt ein Paradies der Transparenz. Bezüglich des Parteienrechts betonte Maurer, dass der Nationalrat im Juli darüber entscheiden werde.