Experten zufolge kommt im Sommer eine Kronenwelle. Daher könnte für ältere Wienerinnen und Wiener bald eine Auffrischungsimpfung empfohlen werden.
Der Molekularbiologe Ulrich Elling rechnet bereits in diesem Sommer mit einer neuen Covid-Welle. Der Mediziner befürchtet, dass die Zahl der Infizierten bald deutlich ansteigt, „also wieder auf Zehntausende zurückgeht und sich dann bis zum Herbst auf diesem sehr hohen Niveau weiter bewegt“, erklärte er kürzlich in Wien Heute. 699 neue Fälle wurden am Montag in Wien registriert, ein leichter Rückgang, aber das ist natürlich nur eine Momentaufnahme.
“Vermeidung von starken Steigungen”
Aus Angst vor einer neuen Welle erwägt das Nationale Impfgremium derzeit, die Altersempfehlung für die vierte Impfdosis von derzeit 80 auf 65 Jahre zu reduzieren. In Notfällen können schwere Verläufe bei älteren Menschen verhindert werden. „Das halte ich persönlich für sehr sinnvoll“, sagt Infektionsexpertin Ursula Wiedermann-Schmidt gegenüber wien.orf.at. Zwischen der letzten Impfdosis sollten jedoch vier bis sechs Monate liegen. Am Impfplan für Jugendliche soll es vorerst keine Änderungen geben.
Impfologin Ursula Wiedermann-Schmidt – auch auf dem ORF-Bildschirm eine gefragte Expertin
Impfung gegen Mutationen
Die gute Nachricht: Es gibt neue Erkenntnisse bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Kronenmutationen. Die sogenannten Variantenimpfstoffe könnten im Herbst verabreicht werden. Dem Experten zufolge soll im Sommer ein spanisches Medikament zugelassen werden. Der Arzt rechnet damit, dass die Impfstoffe für die Auffrischimpfung zugelassen werden.
Nav-Konto Pet Time06/06/2022, 17:52 | Akt: 6. Juni 2022, 17:53 Uhr
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