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Prozess: Strache bekennt sich nicht schuldig

POLITIK

Der frühere FPÖ-Vorsitzende Heinz-Christian Strache muss sich am Dienstag vor dem Wiener Bezirksgericht wegen Bestechung verantworten, Immobilienentwickler Siegfried Stiglitz wegen Bestechung. Beide plädierten auf nicht schuldig.

07.06.2022 13.21

Heute online, 13:21

Sowohl Strache als auch Stiglitz zeigten sich am Dienstag vor Beginn des Prozesses zuversichtlich. Er habe nun “die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern, und ich bin zuversichtlich, dass ich meine Unschuld beweisen kann”, sagte Strache. Stiglitz wollte alle Anschuldigungen gegen mich widerlegen. Für die sachliche Berichterstattung bedanke ich mich im Voraus.“

Die Staatsanwaltschaft beruft sich auf Handygespräche

In der Anklageschrift wird behauptet, Strache habe dem oberösterreichischen Immobilienentwickler Siegfried Stiglitz für eine Spende des FPÖ-nahen Vereins Austria on the Move einen Aufsichtsratsposten in der Asfinag verschafft und behauptet, 10.000 Euro seien geflossen. Die Staatsanwaltschaft sah die beiden Angeklagten über Chats auf Mobiltelefonen.

Zudem sah die Staatsanwaltschaft am ersten Prozesstag einen Touristenbus für eine Tournee der FPÖ-Kampagne, die Stiglitz angeblich gesponsert hatte, sowie Einladungen in Restaurants und eine Reise nach Dubai, die Strahe zunächst annahm und dann als ablehnte Beweise für Bestechung und Korruption durch den Angeklagten. Strache und Stiglitz sollen sich bei einem Treffen mit dem damaligen Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) auf einen Aufsichtsratsposten geeinigt haben.

Angeklagte und beide Angeklagten haben bis Mittwoch im Prozess ein Mitspracherecht. Für Freitag wurde daraufhin Norbert Hofer als Zeuge geladen. Auch die Wirtschafts- und die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelten in dem Fall gegen ihn, das Verfahren wurde jedoch eingestellt. Das Urteil wird erst im Hochsommer erwartet: Der 26. Juli ist der letzte von sechs Verhandlungstagen.