Am 7. Juni 2022 um 16:15 Uhr
In weiten Teilen von Kalkar: Langer Stromausfall nach tödlichem Unfall im Umspannwerk
Feuerwehrleute sind an einem Umspannwerk in Kalkar im Einsatz. Nach einem tödlichen Arbeitsunfall in Kalkar war die ganze Stadt zeitweise ohne Strom.
Foto: dpa / Guido Shulman
Kalkar Update Am Dienstagmorgen war in weiten Teilen von Kalkar der Strom ausgefallen. Grund ist ein Unfall im Umspannwerk. Ein Techniker soll dort einen tödlichen Stromschlag erlitten haben.
Als die Warnanwendung „Nina“ einen flächendeckenden Stromausfall meldete, war das Schlimmste noch unbekannt: Ein Mann starb bei Arbeiten im Umspannwerk Oyweg. Eine Westnetz-Sprecherin sagte auf Anfrage: „Der Verstorbene ist Mitarbeiter eines Partnerunternehmens. Wie es zu dem Vorfall kam, können wir noch nicht sagen, denn erst muss die Kriminalpolizei den Ort inspizieren, bevor unsere Spezialisten ihr Urteil abgeben.“ Einer wurde ins Krankenhaus gebracht. Ob der Stromschlag, der den Mann tötete, die Ursache für den Stromausfall war, sowie der zeitliche Ablauf sind noch unklar.
Jedenfalls bemerkten die Einwohner von Kalkar um 9.43 Uhr, dass es keinen Strom gab. Ungefähr zu dieser Zeit wurden die Feuerwehr Kalkar Mitte und die Feuerwehr Wissel zu einem Mann alarmiert, der am Umspannwerk Oyweg in Kalkar verunglückt war. Wenig später bestätigte eine Sprecherin der Feuerwehr unserer Redaktion den Tod eines Technikers.
Vor dem Umspannwerk parkt ein Einsatzwagen.
Foto: dpa / Arnulf Stoffel
Infolge des Unfalls wurde überall in Kalkar der Strom und teilweise das Handynetz beschädigt. Auch das Festnetz war stundenlang gestört, was laut Westnetz nicht an einem Stromausfall liegen konnte. Teile der Stadt werden nach Angaben des Westnetz-Betreibers bereits wieder versorgt. Die Feuerwehr sagte, dass der Strom und einige der Fest- und Mobilfunknetze für etwa drei Stunden beschädigt worden seien.
Die Bürger wurden gebeten, die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr freizuhalten. MHAT „St. Nicholas“, die Kläranlage und andere wichtige Infrastruktur konnten sich mit ihren Notstromaggregaten selbst helfen.
Als Anlaufstellen für Menschen, die nicht in ihren Wohnungen bleiben wollten oder konnten, standen die Gerätehäuser der Feuerwehr und das Gerätehaus Till-Moyland zur Verfügung. Ab Mittag konnte nach und nach in die Ortsteile Kalkar (auch ein Teil von Xanten war betroffen) umgezogen und wieder mit Strom versorgt werden.
(nick/top/dpa)
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