Germany

Inflation: Ein neues Maßnahmenpaket könnte Ende Juni kommen

Nach erneuten Gesprächen mit den Sozialpartnern und der Bundesregierung soll in wenigen Wochen das nächste Maßnahmenpaket zur Inflationsbekämpfung im Land kommen.

Unmittelbar nach den Gesprächen mit Finanzminister Magnus Bruner (ÖVP) und Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) äußerten sich Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl und ÖGB-Präsident Wolfgang Katsian positiv. Laut den beiden Vorsitzenden der Sozialpartner hätten die beiden Minister “verstanden, dass es dringend sei und schnell etwas getan werden müsse”.

Ende Juni soll laut Anderl ein weiteres Maßnahmenpaket umgesetzt werden. Für die Mitarbeiter soll das eine Entlastung sein. Laut dem Vorsitzenden der Arbeiterkammer wolle man den Entscheidungen nicht “vorgreifen”, da erst Gespräche in der Regierung stattfinden müssten. Man hoffe auf ein „gutes Paket“ mit Entlastung „in den nächsten drei Wochen“.

Du weißt nichts Besonderes


Auf die Frage, um welche konkreten Maßnahmen es sich handelt, räumt Katsian ein, dass sie das selbst noch nicht wissen. Es ist auch nicht bekannt, ob die neuen Maßnahmen einen „parlamentarischen Prozess“ erfordern – dh. Änderungen im Gesetz. Sollte dies jedoch der Fall sein, werde das ganze Verfahren “natürlich noch länger dauern”, so der ÖGB-Vorsitzende.


“Es ist viel los und es liegen viele Bälle in der Luft”, sagte Cation. Er hofft, dass die Versprechungen der beiden Minister nicht zu “leeren Kilometern” führen werden.


Anforderungen der Wirtschaftsforschung


Margit Schratzenstaler, Volkswirtin am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), forderte im PULS 24-Interview Abhilfe, die „relativ schnell“ kommen solle. Für armutsgefährdete oder bereits unter der Armutsgrenze stehende Haushalte sei die aktuelle Inflationsrate „schwer zu ertragen, schwer aufzubringen“.


Wichtig sind zeitnahe und gezielte Maßnahmen, die dieser Gruppe helfen. So führt der Wirtschaftswissenschaftler beispielsweise eine Korrektur der Sozial- und Familienleistungen ein.

Die Mehrwertsteuer zu senken oder ganz auszusetzen, sei „weniger angemessen“. Ob eine Weitergabe an Verbraucher erfolgt, ist fraglich. Außerdem ist dies keine zielgerichtete Maßnahme, da im Prinzip der Gießkanne alle davon profitieren würden.