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Angesichts der Situation mit der Krone: Deshalb sinken die Ölpreise deutlich

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Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 120,95 Dollar. Das waren 2,18 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis des amerikanischen Barrels West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,05 Dollar auf 119,44 Dollar.

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Der starke Rückgang des Verbrauchervertrauens in den Vereinigten Staaten hat die Ölpreise belastet. Die Verbrauchervertrauensumfrage der University of Michigan fiel auf ein Rekordtief. Die hohe Inflation lastet besonders auf den Verbrauchererwartungen, sagte Joan Hsu, Leiterin der Studie. Auch die eingetrübte Verbraucherstimmung würde die Rohölnachfrage schmälern.

Auch die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich nach neuen Daten zur Inflation in den USA weiter eingetrübt. Die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt ist im Mai auf den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren gestiegen. Dies spricht für einen weiteren deutlichen Zinsanstieg in den USA. Dies dürfte jedoch die Wirtschaft belasten und damit die Rohölnachfrage reduzieren.

Wichtig für die Entwicklung der Rohölpreise ist derzeit die Situation mit der Krone in China. Wenn es von dort positive Nachrichten gibt, sorgt das für einen Boom am Ölmarkt – und umgekehrt. Hintergrund ist die strikte Corona-Politik der chinesischen Führung, die mit einer Ausgangssperre gegen das Virus vorgeht, was die Wirtschaft belastet und den Energieverbrauch einschränkt. Zuletzt hat sich die Lage in der Metropole Shanghai wieder eingetrübt.

Insgesamt sind die Ölpreise hoch. Russlands Krieg gegen die Ukraine hat zu extrem knappen Long-Angeboten geführt, da russische Lieferanten aufgrund westlicher Sanktionen Schwierigkeiten haben, Käufer für ihr Öl zu finden. Das Ölkartell Opec+, dem Russland angehört, hat aus verschiedenen Gründen lange damit gekämpft, seine Förderziele zu erreichen.

/ jsl / er

Singapur (dpa-AFX)

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