Kultur
Zum Saisonabschluss fand am Freitagabend Beethovens Neunte Symphonie als Europapremiere mit dem australischen Circa Ensemble im Festspielhaus St. Pölten – atemberaubende, artistische und akrobatische Inszenierung.
11.06.2022 15.24
Heute online, 15:24
Den musikalischen Live-Teil des Abends gestaltete das Tonkünstlerorchester Niederösterreich unter der Leitung von Chefdirigent Yutaka Sado, Wiener Singverein, einstudiert von Johannes Prince und Valentina Farkas (Sopran), Idunu Münch (Mezzosopran), Mingnoie Lei ( Bariton) bestehendes solides Quartett.
Dass die Interpretation relativ wenig Spielraum für Agogik ließ, liegt wohl daran, dass eine genaue und verlässliche Abstimmung mit den bahnbrechenden Aktionen des Circa Ensembles erforderlich war. Regisseur Jaron Lifshitz ist sich bewusst, dass Beethoven normalerweise als nicht choreografiert gilt.
Eine Fotoserie mit 4 Fotos
Laura Manariti Die australische Compagnie Circa Contemporary Circus zeigt außerdem am Samstag (19.30 Uhr) Beethovens neunte virtuose Akrobatik zu Beethovens Symphonie im Großen Saal, akrobatische Partitur zu Ludwig van Beethovens letzter Symphonie.
Das hinderte ihn nicht daran, mit zehn akrobatischen Mitwirkenden eine faszinierende Zirkusvorführung zu entwickeln, mit abstürzenden und aufgefangenen Körperpyramiden, virtuosen Passagen am Seil und anderen spektakulären Einlagen: Parallelaktionen, deren Verbindung zur Musik nicht immer unmittelbar ist Fall erregte es intensive Aufmerksamkeit. Ein würdiger Saisonabschluss und ein äußerst verdienstvoller Regisseur.
Bridget Fürle verabschiedet sich
Neun Jahre nach der Ära von Brigitte Fürle als Intendantin des Festspielhauses St. Pölten neigt sich dem Ende zu. Ihr wurde die Große Goldmedaille zu Ehren des Landes verliehen und das Publikum dankte ihr mit Standing Ovations – mehr in Brigitte Fürles „Abschied vom Festspielhaus“ (noe.ORF.at; 10.6.2022).
Schon vor der Aufführung der akrobatischen Neunten Symphonie herrschte Sommerfest im Vorgarten und viel Lärm: 150 Tanzbegeisterte bekamen echte Folklore-Feststimmung choreografiert von Sylvain Emar „Le Grand Continental“.
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