Germany

Der Koalitionsvertrag soll in zwei Wochen sein

Am 10. Juni 2022 ab 20:00 Uhr

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: HDZ und die Grünen – der Koalitionsvertrag soll in zwei Wochen stehen

Hendrik Wust (CDU) und Mona Neubaur (Grüne), hier vor den ersten Sondierungsgesprächen.
Foto: dpa / Rolf Vennenbernd

Düsseldorf Jetzt muss nachgebessert werden: Die HDZ und die Grünen wollen ihren Koalitionsvertrag innerhalb der nächsten zwei Wochen vorbereiten. Seine Botschaft: In den vermeintlichen Gegensätzen der Parteien liegt eine Möglichkeit. Bis Ende des Monats soll Hendrik Wust als Ministerpräsident wiedergewählt werden.

Die HDZ und die Grünen in Nordrhein-Westfalen wollen einen schnellen Abschluss der Koalitionsverhandlungen über die nächste Landesregierung. Am 25. Juni wollen sie auf ihren jeweiligen Parteitagen über den Koalitionsvertrag beraten, der bis dahin in Kraft sein soll. Stimmen die Delegierten auf den Parteitagen dem Gesetzentwurf zu, dann wird am 28. Juni der Ministerpräsident in den Landtag gewählt, also: Hendrik Wust (CDU).

Am Freitag sprachen Hendrik Wust, Verhandlungsführer und Landesvorsitzender der CDU NRW, und Mona Neubaur, Verhandlungsführerin und Landesvorsitzende der Grünen. „Zwei Wochen offene, intensive und vor allem konstruktive Gespräche mit dem Wind zu einem ausführlichen Umfrageergebnis haben gezeigt, dass es eine gute und nachhaltige Basis für einen erfolgreichen Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und Grünen gibt“, sagte Wust. . Dabei gehe es um „ein klimaneutrales Industrieland, ein modernes, soziales und sicheres Nordrhein-Westfalen, ein Zuhause in Stadt und Land, wo es auch in Zukunft lebenswert ist“. Seine Botschaft: „Die HDZ und die Grünen stellen sich ihrer Verantwortung, eine stabile Regierung für Nordrhein-Westfalen zu bilden.“

Den Ländern stehen jedoch intensive Tage gemeinsamer Arbeit bevor, um Antworten auf „die zentralen Fragen unserer Zeit“ zu finden, so Wust: „Die Versöhnung vermeintlicher Gegensätze ist eine Chance für beide Partner – vor allem aber für unser Land.“

Die HDZ und die Grünen wollen am 25. Juni einen Koalitionsvertrag unterzeichnen

Mona Neubaur erklärte, dass Nordrhein-Westfalen vor großen Herausforderungen stehe, die nachhaltige Antworten erfordern. „HDZ und Grüne haben sich in den vergangenen Wochen darauf geeinigt, dass diese Antworten nach neuen Bündnissen und Bündnissen rufen“, sagte sie. „Uns ist bewusst, dass der vereinbarte Zeitplan einen ambitionierten Weg vorgibt. Uns eint jedoch der Wille, dies gemeinsam erfolgreich zu tun. Die sozial gerechte und klimaneutrale Transformation unserer Gesellschaft erfordert die Überwindung alter Gräben und historisch gewachsener Lager. Wir sehen die Schwelle, auf der wir jetzt stehen, nicht als Hindernis, sondern als Sprungbrett für eine neue Koalition im Interesse der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Die Fraktionen der HDZ und der Grünen werden den Landtagspräsidenten bitten, die Plenarsitzung des Landtags, die vom 22. bis 24. Juni tagen sollte, um knapp eine Woche für die geplante Ministerpräsidentenwahl zu verschieben. Der Landtag tagt dann vom 28. bis 30. Juni.

Ihre Differenzen wollen sie als Chance sehen: Mit diesen Botschaften von Unterhändlern sind Spekulationen, ob Koalitionsgespräche an unüberwindbaren Meinungsverschiedenheiten scheitern könnten, offenbar endgültig beigelegt. Mit dem zügigen Abschluss der ersten Sondierungsgespräche zwischen HDZ und den Grünen und dem zügigen Beginn der Koalitionsgespräche sind solche Töne sehr leise geworden. Kurz nach der Landtagswahl betonte der SDP-Spitzenkandidat Thomas Kuchati, dass Grünen und Christdemokraten erst einmal zusammenkommen müssten. Und wenn das nicht klappt, wird die PSD auch bereit sein, eine Regierung zu bilden – dann in einer Ampelkoalition mit der FDP.

Letzterer wiederum lehnte diese Idee von vornherein ab. FDP-Spitzenkandidat und US-Chef Joachim Stump prognostizierte schon früh, dass NRW bis Ende Juni eine schwarz-grüne Regierung haben werde. Eine Vorhersage, die sich jetzt bewahrheitet.