Ein Terroristenwitz beim Demokratiegipfel? “Wir planen, eine Pipeline zu sprengen”, sagte Louisa Neubauer, 26, und lachte glücklich vor der Kamera.
Die Klimaaktivistin ist gerade zum Kopenhagener Demokratiegipfel nach Dänemark gereist. Dort diskutieren Politiker, Aktivisten und Geschäftsleute tatsächlich über die Zukunft der Demokratie.
► Dort sticht Neubauer nun von allen Seiten mit offensichtlicher Entgleisung heraus: Sie scherzt über den Plan, eine Pipeline zu sprengen (ursprünglich auf Englisch: „Wir planen, wie man eine Pipeline sprengt“). Sie hat sogar das Video des Witzes über den Terrorismus ins Internet gestellt.
Die fragliche Pipeline heißt East African Crude Oil Pipeline (EACOP). Die Pipeline soll bis 2025 Uganda mit Tansania verbinden und könnte einen entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung in beiden afrikanischen Ländern leisten.
Laut Weltbank leben 41 Prozent aller Menschen in Uganda unterhalb der Armutsgrenze. Das heißt, sie haben weniger als 1,90 Dollar pro Tag.
Neubauers Formulierung „Wie man eine Pipeline sprengt“ erinnert an den Titel eines Buches des radikalen schwedischen Klimaaktivisten Andreas Malm, 45.
Malm fordert in seinem Buch Sachbeschädigung und Sabotage von Industriebetrieben zur Bekämpfung des Klimawandels. Malm hält die Gewalt gegen Jeeps und Kohleminen für gerechtfertigt.
► Radikalisiert sich die Klimabewegung jetzt und plant großangelegte Kriminalität, um ihre Bedenken auszuräumen?
Auf Anfrage von BUILD äußerte sich Neubauer nur zur Pipeline selbst – nicht aber zu deren Wortlaut zu deren Sprengung.
Neubauer zu BILD: „Allein das EACOP-Projekt würde fast eine halbe Gigatonne CO2 produzieren. Deshalb arbeiten wir seit Monaten mit Aktivisten aus der Region zusammen, d.h. Uganda und Tansania, aber auch mit vielen Menschen aus Frankreich gegen die Pipeline, die die französische Firma TOTAL bauen will. Wir sprechen mit der französischen Regierung, potenziellen Investoren und Versicherern der Pipeline und mobilisieren über die sozialen Medien, damit diese klimaschädliche Pipeline niemals gebaut, sondern schließlich abgebrochen wird. Nahezu alle deutschen Versicherer und Banken – mit Ausnahme der Deutschen Bank – haben sich bereits geweigert, das Projekt zu unterstützen – weil es so schädlich ist. (…) Der Bau der EACOP-Pipeline sollte abgebrochen werden.
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