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Schweizer Wälder: Rätsel um das Massensterben der Arven gelöst

Studie zeigt

Erhöhte Verdunstung und niederschlagsarme Sommer führen zum Kiefernsterben

Seit den 1990er Jahren sterben die Weißkiefern im Vale und anderen trockenen Alpentälern immer mehr ab. Laut einer Studie sind sie nicht nur von Extremereignissen betroffen. Die Kombination aus erhöhter Verdunstung und trockenen Sommern verursacht auch das Absterben von Bäumen.

Veröffentlicht: 23:23 Uhr

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Aktualisiert: 11:58

Laut Forschenden der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in der Zeitschrift Frontiers in Forests and Global Change könnten die plötzlichen und massiven Kiefernsterben im Wallis hauptsächlich auf die besonders trockenen Sommermonate Juli bis September zurückzuführen sein. . Und das, obwohl niederschlagsarme Hoch- und Spätsommer seit den 1980er Jahren als Folge des Klimawandels nicht häufiger und extremer geworden sind. Gemäss einer Mitteilung der WSL vom Dienstag ist dies nur ein scheinbarer Widerspruch.

Denn, wie Forscher um Stefan Hunziker aufzeigen, hat die Verdunstung im Frühjahr und Sommer in dieser Zeit zugenommen – wegen höherer Temperaturen, geringerer Luftfeuchtigkeit und mehr Sonnenstunden. Das macht die Kiefern im Sommer durstiger und den Boden trockener. Bleiben kurze Regenfälle aus, schadet dies den Bäumen, die dringend starke Niederschläge brauchen. Im schlimmsten Fall trocknen sie vollständig aus.

Die Studie beinhaltet Daten von vier Walderhebungen im Wallis sowie Daten von MeteoSchweiz.

Forscher stellen fest, dass der Wasserstress in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich weiter zunehmen und zwischen Hochsommer und Frühherbst zunehmen wird. Sie vermuten, dass sich das Absterben des Baumes „höchstwahrscheinlich“ auf größere Flächen ausbreiten wird.

“Die Aussichten für Arvenwälder in tieferen Lagen im Wallis sind nicht gut”, sagte Hunziker in einer Mitteilung. Für die höher gelegenen Regionen des Rhonetals sind die Aussichten zumindest weniger düster: Da der Trend zu trockenerem Klima mit zunehmender Höhe abnimmt, muss die Kiefer hier weiterhin einen geeigneten Lebensraum finden, so die Forscher.

(SDA)