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Ferda Ataman wird neue Antidiskriminierungsbeauftragte

Deutschland Berliner Publizist

Ferda Ataman wird neue Antidiskriminierungsbeauftragte

Stand: 10:24 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Bundesfamilienministerin Lisa Paus sagt, Ferda Ataman werde allen Menschen, die in Deutschland Diskriminierung erfahren haben, eine starke Stimme geben

Quelle: picture alliance / dpa

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Sie hat einst Reden für Armin Lashet geschrieben und später den Mediendienst für Integration gegründet. Die 43-jährige Politologin Ferda Ataman leitet nun die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie schlug Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) vor.

Das Bundeskabinett schlägt Ferda Ataman als neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vor. Der Politikwissenschaftler und Publizist muss vom Bundestag gewählt werden.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) sagte am Mittwoch in Berlin, Ataman bekenne sich zu einem starken Einsatz für eine inklusive, demokratische Gesellschaft und werde allen Menschen, die in Deutschland diskriminiert werden, eine starke Stimme geben.

Ataman, 43, arbeitete unter anderem im Ministerium für Familie und Integration in Nordrhein-Westfalen als Redenautor für den damaligen Integrationsminister der CDU, Armin Lashet. Außerdem baute sie den Integrationsmediendienst auf, eine wissenschaftliche Internetplattform für Journalisten.

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Zuletzt gründete der Autor, Journalist und Kolumnist des Buches ein Diversity-Beratungsunternehmen. Die in Stuttgart geborene Tochter türkischer Eltern lebt und arbeitet in Berlin.

Der Vorschlag des Bundeskabinetts stieß bei Union und FDP auf Kritik. Der Parlamentarische Geschäftsführer der HSS-Bundestagsfraktion, Stefan Müller, nannte den Ataman in der Bild-Zeitung (Donnerstag) einen “klaren Fehler”. “Erneut ist ein linker Aktivist in einen aus Steuergeldern finanzierten Beamten befördert worden.”

Auch in den Reihen des Koalitionspartners FDP regt sich Widerstand. Die Abgeordnete Linda Teuteberg twitterte: „Ein Vorschlag an den Deutschen Bundestag, über den ich nicht abstimmen kann.“ Das Kabinett hat am Mittwoch einen Personalvorschlag an den Bundestag beschlossen.

Ataman löste 2020 eine Debatte mit der SPIEGEL-Kolumne aus, als er den Begriff “Kartoffel” für Deutsche ohne Migrationshintergrund verteidigte. Zuvor hatte sie das Innenministerium (CSU) des damaligen Bundesinnenministers Horst Seehofer als „vor allem eine Symbolpolitik für potenzielle rechte Wähler“ bezeichnet. Seehofer war so wütend, dass er dem Integrationstreffen mit dem Ataman im Büro fernblieb.

Stellvertretender Direktor seit 2018

Ataman würde Anwalt Bernhard Franke folgen, der seit 2018 kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle ist, da er Schwierigkeiten hat, einen neuen Leiter zu ernennen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berät von Diskriminierung Betroffene und berichtet regelmäßig über Art und Ausmaß der Diskriminierung.

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Grundlage ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gegen Diskriminierung im Alltag, beispielsweise im Berufsleben, bei der Wohnungssuche oder in der Freizeit. Das AGG schützt vor Diskriminierung aufgrund von Rassismus, Alter, Behinderung, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung und sexueller Identität.