Von BZ/dpa
Bei Fronsdorf bei Troienbritzen (Potsdam-Mittelmark) ist ein Waldbrand ausgebrochen.
Waldbrandmeister Raimund Engel sagte am Freitag, das Feuer habe sich auf mehr als 60 Hektar ausgebreitet. Laut BZ brannten gegen 18 Uhr bereits 40 Hektar! Dann breitete sich das Feuer noch weiter aus. Gegen 20.45 Uhr sagte Potsdam-Mittelmark-Sprecherin Andrea Metzler, das Feuer brenne bereits auf einer Fläche von 60 Hektar.
Aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fleming wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr gerufen. Insgesamt sind 380 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk (THW) im Einsatz. Bis nach Brandenburg sei eine riesige Rauchwolke zu sehen, sagte Engel. Die Rauchsäule war auch von Berlin aus zu sehen.
Ein brennendes Waldstück bei Fronsdorf bei Troienbritzen – die Rauchsäule ist auch von Berlin aus zu sehen, hier vom Springerhaus in Berlin-Kreuzberg Foto: SF
Der Einsatz von Feuerwehrleuten kann schwierig sein, da es sich auch um einen Bereich im Bereich mutmaßlicher Munition handelt.
“Es hat bereits Detonationen gegeben”, sagte Engel. Daher konnten die Löscharbeiten nur vom Rand aus durchgeführt werden. Der Zivilschutz mahnte die Anwohner in der Gegend um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten. „Der Wind dreht, es ist wieder sehr trocken“, sagte Metzler. Bisher gebe es aber keine gefährdeten Städte, betonte sie.
Der Waldbrand von Treuenbrietzen Foto: dpa
Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der BZ, die Löscharbeiten seien schwierig und würden das ganze Wochenende andauern. Forstbrandmeister Raimund Engel akzeptierte am Samstag für den Großteil des Landes die höchste Gefahrenstufe 5. „Die Feuerwehr ist gut vorbereitet und hat sich an das Wetter angepasst“, sagte Engel am Freitag. Ob sich die Situation am Sonntag aufgrund der Vorhersage eines vorangegangenen Gewitters durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) etwas entschärfen wird, ist noch nicht abschätzbar.
Engel forderte erneut, beim Grillen den gesetzlichen Abstand von 50 Metern zum Wald einzuhalten. Eine aus dem Auto geworfene Zigarette kann nun zu einem Brand in der Böschung führen. “Jeder kleine Funke kann zu einer Katastrophe führen.”
Forstbehörden wollen Wälder wegen der Gefahr nicht sperren, sagte der Landesbrandmeister. Engel wies jedoch darauf hin, dass das Rauch- und Feuerverbot im Wald weiterhin gelte.
Ein Feuerwehrauto fährt an der Rauchleiter vorbei Foto: dpa
2018 wurden bei einem Waldbrand in Troienbritzen rund 400 Hektar Wald zerstört. Mehrere Tage lang wüteten Flammen in den Wäldern südwestlich von Berlin. Aufgrund des Großbrandes mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Fronsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.
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