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Waldbrand – SWR Aktuell

Am Samstag war es heiß in Baden-Württemberg. Vielerorts lagen die Temperaturen deutlich über 30 Grad. Die Feuerwehr löschte kleinere Brände im Wald und auf den Feldern.

Abkühlung in Baden-Württemberg am Samstag. Die Sonne schien und die Temperaturen stiegen in vielen Teilen des Landes deutlich über 30 Grad. Deshalb zog es viele Menschen in Freibäder, Baggerseen oder in den Wald.

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Mehrere kleine Brände aufgrund der Hitze in BW

Aufgrund hoher Temperaturen und Trockenheit kam es auch in Baden-Württemberg zu Bränden. Nach Angaben der Feuerwehr hat es in der Nacht zum Freitag in einem Waldgebiet in Stuttgart auf einer Fläche von 40 Quadratmetern gebrannt. Anschließende Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Boden teilweise aufgebrochen werden musste, um die letzte Glut zu löschen. Auslöser war laut Polizei ein unkontrolliertes Lagerfeuer.

Auf einem 40 Quadratmeter großen Waldgebiet in Stuttgart hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Stuttgarter Brand

Auch im Ortenaukreis brannte am Freitag eine gemähte und völlig vertrocknete Wiese bei Meisenheim. Es brannte fast einen Quadratkilometer von der Wiese entfernt. In Malsch (Kreis Karlsruhe) ist am Samstagnachmittag ein abgeerntetes Getreidefeld in der Nähe eines Modellflughafens abgebrannt. Eine Polizeisprecherin sagte, das Feuer sei wahrscheinlich durch zerbrochenes Glas verursacht worden, das das Feld durch Sonneneinstrahlung erhitzt habe. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Ein Bauer zog zudem mit einem Pflug einen Kreis um das Feuer, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte.

Auch in Möglingen (Ludwigsburg) fingen am Samstagnachmittag mit Anhängern beladene Heuballen Feuer. Laut Polizei breitete sich das Feuer auch auf die gemähten Felder aus, auf denen die Ballen gelagert waren. Die Brandursache ist noch unklar.

Unfall beim Baden in Immenstadt am Bodensee

Bei Immenstaad (Bodenseekreis) wurde am Samstagmorgen eine 73-jährige Frau aus dem Wasser gerettet. Laut Wasserschutzpolizei wollte sie zur Strandbad-Badeplattform schwimmen und konnte sich auf halber Strecke nicht mehr an der Oberfläche halten. Die Frau wurde von ihrem Mann, einem anderen Badegast und Wächter des Strandbades, an Land gebracht und dort gepflegt. Ein Rettungswagen brachte sie anschließend in ein Krankenhaus in Friedrichshafen.

Die Wasserschutzpolizei riet, bei den aktuell hohen Temperaturen immer ausreichend zu trinken und langsam ins Wasser zu gehen, um die Durchblutung nicht zusätzlich zu belasten.

DWD: Mögliche Temperaturen bis 37 Grad

Für das Wochenende prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) für fast ganz Baden-Württemberg die höchste und die zweithöchste der fünf Stufen des Waldbrandrisikoindexes. Die Temperaturen können manchmal auf 37 Grad steigen. Am Samstagnachmittag wurden laut Meteorologen Temperaturen deutlich über 30 Grad gemessen. Waghäusel-Kirrlach (Kreis Karlsruhe) am Oberrhein belegt mit 36,4 Grad den ersten Platz in Deutschland. Mittags war es in Pforzheim heißer als im spanischen Palma de Mallorca.

Sind diese Extremwerte die Folge des Klimawandels? „Das kann man mit großer Sicherheit sagen“, sagte WRN-Klimaexperte Werner Eckert. Bei kaum einem Ereignis ist der Zusammenhang so gut dokumentiert wie bei Hitzewallungen.

Lauterbach: Ältere Menschen sollten ausreichend trinken

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zeigte sich besorgt über die hohen Temperaturen. Der PSD-Politiker mahnte, auf ältere Menschen zu achten. Lauterbach schrieb auf Twitter: „Bitte sorgen Sie dafür, dass ältere Menschen heute genug trinken.“

Auf heiße Tage folgen warme Nächte

Auf eine Tropennacht folgt voraussichtlich der heiße Samstag an Rhein und Tauber. Tiefsttemperaturen von knapp über 20 Grad sind möglich, wie Meteorologen vorhersagen. Nur in einigen Flussauen wird es 14 Grad kühler, bevor die Sonne am Sonntag wieder ihr Bestes gibt und die Menschen wieder ins Schwitzen bringt. Ab Mittag sind jedoch vereinzelte Hitzegewitter möglich, ebenso sintflutartige Regenfälle und böige Winde.

Meteorologe: Kommunen müssen die Bürger rechtzeitig vor der Hitze warnen

Angesichts der hohen Temperaturen sieht Meteorologe Andreas Macarakis auch die Kommunen in der Pflicht, die Menschen rechtzeitig vor der Hitze zu warnen. Der DWD-Experte sieht in den deutschen Hitzeaktionsplänen eine gute Grundlage, um auf kommunaler Ebene zu reagieren.

„Aber die Umsetzung obliegt natürlich den Städten und Gemeinden, Regierungspräsidien und Landkreisen. Und die sind oft nicht informiert und vorbereitet“, sagte Macarakis der Badishe Zeitung.

Um es in Baden zu sagen: Nur Dübel entgeht der Hitze.

Wenn Sie eine Hitzewelle auf sich zukommen sehen, müssen Sie die Bürger warnen und sie über das richtige Verhalten informieren. „Also: viel trinken, Sonne meiden, Aktivitäten reduzieren“, erklärte der Professor für Umweltmeteorologie an der Universität Freiburg. Er betonte auch, wie wichtig es sei, auf ältere Menschen zu achten, die bei solchen Temperaturen besonders gefährdet seien.