Germany

Der ÖAMTC verklagt die Luftrettung

Am Dienstag sagten Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und der mit dem Verfahren betraute Wiener Vergabeexperte Klaus Casati, sie warteten auf ein Gerichtsurteil, seien aber von der Richtigkeit des Zuschlags überzeugt.

Knaus hatte nach Angaben des Prämierungskomitees (Mitglieder, darunter ein Luftfahrtexperte der Bundeswehr, der Geschäftsführer des Roten Kreuzes und der Chefarzt der ÖGK-Burgenland) in zwei der fünf Kategorien einen Vorteil, darunter den Preis mit dem schwersten Gewicht von 55 Prozent und die geforderte Preiszeit für die Schaffung des neuen Standorts im Nordburgenland, der Anfang 2023 in Betrieb gehen soll – der Einspruch verschiebt dies.

Zum Preis hieß es nur, der Staat habe für beide Standorte maximal 2,2 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt, darunter lägen sowohl Knaus als auch der ÖAMTC. Bislang sind aus dem Landeshaushalt 1,6 Millionen Euro für einen Sitz vorgesehen. Wird der Vertrag mit Knaus unterschrieben, gilt er mindestens bis 2031.

Im Zusammenhang mit mehreren Unfällen von Knaus-Helis in den letzten Jahren wurde betont, dass die zuständige Austro Control das Unternehmen als zuverlässig eingestuft hat. Zudem seien die Fälle, über die in den sozialen Medien meist gesprochen werde, laut Kazati „nicht wahr“ und beträfen auch nicht die Luftrettung, sondern den Transport von Gütern. Und: Knaus biete schließlich seit Jahren Luftrettungsdienste in Tirol, Salzburg und Oberösterreich an, „warum nicht im Burgenland arbeiten“, fragte Kasati.

Warum der Standort in Oberwart überhaupt versteigert wurde, erklärte Doskozil, das Land wolle einen Ansprechpartner. Und nachdem der Vertrag mit dem ÖAMTC Ende 2025 auslief, musste für Oberwart eine neue Ausschreibung ausgeschrieben werden. Doskozil versicherte jedoch, der ÖAMTC sei in den vergangenen Jahren stets ein „zuverlässiger Partner“ gewesen, mit dessen Leistung das Land „sehr zufrieden“ sei.