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“Es wird in den kommenden Wochen vollständig konsolidiert”

Ein Beispiel ist Parkett. Hier sind die Preise nur für zwei bis vier Wochen fixiert, danach können die Kosten nun steigen. „Das ist wirklich schwierig, zumal wir insgesamt etwa 10.000 Quadratmeter Parkett verlegen müssen.“

Es bleibe nichts anderes übrig, als das gestiegene Preisniveau zu akzeptieren, sagt Marveld. „Als Big Player hier haben wir neben privaten Bauherren noch andere finanzielle Möglichkeiten. Die jetzige Zeit ist immer noch eine Herausforderung.“

Immer noch schön zum Lachen: Gregor Marveld. Doch die Probleme in der Baubranche nehmen zu. (Quelle: privat)

Mehrere Probleme fallen zusammen

Felix Paklepa kennt die Schwierigkeiten der Branche. Er ist Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Bauindustrie (ZDB). „Die Baubranche arbeitet derzeit unter schwierigen Bedingungen“, sagte er gegenüber t-online. Denn: Es gibt gleich mehrere Probleme.

Bauunternehmen spüren noch immer die Auswirkungen der Pandemie. Der Hafen von Shanghai ist wegen der Sperrung der Krone seit Wochen geschlossen, China verfolgt eine strikte Null-Covid-Politik. „Diese Verzögerung wird sich erst in den kommenden Monaten voll auswirken“, erklärte Paklepa.

Felix Paklepa: Er ist Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Bauindustrie. (Quelle: ZDB)

Die Preise sind im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie gestiegen. Doch nun kommen die Folgen des Krieges in der Ukraine hinzu. „Bislang stammt ein Drittel des deutschen Stahls aus der Ukraine und Russland, aber das ist nicht mehr der Fall. Deshalb müssen wir in andere Länder ausweichen. Das erhöht die Preise“, sagte Paklepa. Das hat spürbare Folgen: Der Preis für wichtiges Material ist im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gestiegen.

Auch Bitumen, ein bei der Verarbeitung von Rohöl gewonnenes Produkt, legte mit rund 60 Prozent deutlich zu. Bitumen wird vor allem im Straßenbau, aber auch zur Dachverdichtung benötigt. „Dann kommen die hohen Energiepreise hinzu, die Zement und andere Produkte, die wir in Deutschland produzieren, teurer machen“, sagt Paklepa. Deshalb folgert er: Bauen werde nicht so teuer wie die Marktpreise steigen – „aber der Kostendruck ist enorm.“

“Dunkle Wolken hängen am Himmel”

Tatsächlich haben sich die Aussichten für die Branche, die dank des Immobilienbooms die Corona-Krise überstanden hat, in den vergangenen Monaten eingetrübt. Im April, dem letzten Monat der Statistik, fielen die preisbereinigten Verkäufe gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,5 Prozent.