Der positive Prozentsatz der PCR-Tests liegt jetzt bei 11,5 Prozent. Am höchsten ist die Frequenz in Wien.
Die sommerliche Corona-Welle verschärft sich derzeit in Österreich, wie die Zahl der Infizierten am Wochenende belegt: In den letzten 24 Stunden seien in Österreich 7.093 neue Corona-Infizierte registriert worden, teilte das Bundesministerium für Gesundheit und Inneres am Sonntag mit . Zum Vergleich: Am vergangenen Sonntag waren es 6.406 neue Fälle. Auch die Zahl der Patienten mit Covid in Krankenhäusern ist gestiegen. Seit Samstag wurden zwei Todesfälle gemeldet.
Stand Sonntag beträgt die Sieben-Tages-Häufigkeit bereits 641,2 Fälle pro 100.000 Einwohner. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Morbidität ist derzeit Wien mit 1.012,3, gefolgt von Niederösterreich, dem Burgenland und Salzburg. Aktuell befinden sich 686 Covid-Patienten in österreichischen Krankenhäusern, neun mehr als gestern und 143 mehr als vor einer Woche. 46 schwerkranke Patienten werden auf Intensivstationen betreut. Das sind zwei mehr als gestern und elf mehr als vor einer Woche.
Die Positivhäufigkeit der Tests hat deutlich zugenommen
In den letzten 24 Stunden wurden insgesamt 63.784 PCR- und Antigen-Schnelltests gemeldet. Davon waren 61.581 überzeugendere PCR-Tests. Der positive Prozentsatz der PCR-Tests liegt bei 11,5 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt mit durchschnittlich 8,1 % der positiven PCR-Tests deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Woche.
Das Niveau der täglichen Coronavirus-Impfungen bleibt relativ niedrig. Am Samstag gab es 1.099 Impfungen. Es gab 27 erste Stiche, 84 zweite Stiche und 988 dritte Stiche. Laut elektronischem Impfpass haben insgesamt 6.831.424 Personen bereits mindestens eine Impfung erhalten. 5.581.122 Personen (62,2 Prozent der Österreicher) haben gültige Impfungen. Die Schutzquote (gültiger Impfpass) ist derzeit die höchste im Burgenland – 69,9 Prozent. In Niederösterreich haben 65,6 Prozent der Bevölkerung einen gültigen Impfschutz, in der Steiermark 63,4 Prozent. Nach Wien (60,8), Tirol (60), Kärnten (59), Vorarlberg (58,7) und Salzburg (57,9) führt Oberösterreich mit 57,5 Prozent das Schlusslicht an.
Die Stadt Wien will nun den Impfprozess wieder intensivieren und rät angesichts der wachsenden Infektionswelle allen, die Grundimmunisierung (drei Impfungen) schnellstmöglich abzuschließen. Zudem wurde der Zugang zur vierten Auffrischimpfung vereinfacht. Alle Personen über zwölf Jahren, deren dritte Impfung sechs Monate zurückliegt, müssen die vierte Impfung erhalten. Wenn jemand das in vier Monaten will, soll das in den kommunalen Impfstellen möglich sein. Die Stadt rät jedenfalls dazu, sich fristgerecht impfen zu lassen und nicht auf neue Impfstoffe zu warten.
(APA)
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