Während BWIN behauptet, seine eigene schnellste Graphenschaum-lizenzierte SSD zu kühlen und Chinas erste Intel Arc A380-Partnerkarte zu hohen Preisen verkauft werden, brauchen Scharfschützen im Sniper Elite 5 neben einer stabilen Hand trotz mittelmäßiger Grafik eine schnelle Grafikkarte.
Kühler oder nur ein Wärmeleitpad
Der Test zur HP FX900 Pro 2 TB, die mit dem Innogrit IG5236-Controller in Kombination mit Microns 176-Layer-NAND den ersten Platz in den Testberichten belegte, eroberte das obere Feld, das zuvor von SSDs mit E18-Controllern von Phison dominiert wurde.
HP FX900 Pro-SSD
HP bzw. ein von HP lizenziertes BWIN bewirbt das Modell mit einem „Graphene Foam Cooler“, der die Temperaturen um bis zu 18 °C im Vergleich zum Betrieb ohne Kühlsystem senken soll. Im Test entpuppte sich die SSD tatsächlich als extrem schnell, allerdings konnte der „Kühler“ in der Praxis nicht einmal ansatzweise die versprochene Leistung erbringen – der klassische Alu-Kühlkörper war besser.
Der Test, angeheizt durch den Rat eines ComputerBase-DerGernot-Lesers, erweckte daher den Verdacht, dass BWIN in diesem Fall einfach falsch kommuniziert: „Graphene Foam“ ist kein Kühlmittel in einem seltsam aussehenden Gewebe, sondern ein wärmeleitendes Pad aus Graphenschaum für den flexiblen Einsatz (Beispiel). BWIN hat sich noch nicht zu einer Frage zu dem Thema geäußert.
Gegen die teils schnellere Konkurrenz des E18 tut sich das HP FX900 Pro 2 TB aufgrund des hohen Preises schwer.
Scharfschützen brauchen eine schnelle Grafikkarte
An zweiter Stelle steht der dieswöchige Benchmark-Test für Sniper Elite 5. In Sachen Gameplay bietet der Titel das bekannte Niveau der Reihe und bleibt seinen Vorgängern treu. Das Spiel kann zwar mit detailreichen Texturen und vor allem mit perfekter Frametime glänzen, aber vor allem Anti-Aliasing bereitet Probleme. Und auch wenn der Titel nicht grafisch unterstrichen ist, stellt er überdurchschnittliche Anforderungen an die Grafikkarte. Für maximale Grafikdetails ist ein High-End-Beschleuniger mit hoher Auflösung erforderlich, da sonst die Marke 60 FPS nicht unterstützt werden kann.
Startet ein benutzerdefiniertes Modell von Intel Arc A380
Mit der Gunnir Arc A380 Photon 6G erschien diese Woche das erste Custom Design der Arc A380 Grafikkarte in China – basierend auf Intels Alchemist Architektur, die sich an Gamer richtet. Die Partnerkarte kommt mit einer offiziellen TDP von 92 statt 75 Watt und hat einen 8-Pin-PCIe-Anschluss für bis zu 150 Watt plus einen PCIe-Steckplatz. Das gegen die etwa 170 Euro teure AMD Radeon RX 6400 mit RDNA 2 positionierte Modell soll laut Intel umgerechnet etwa 150 Euro kosten, die erste Partnerkarte übertrifft das aber bei weitem. Der Gunnir Arc A380 Photon 6G wurde kurz nach seinem Verkaufsstart zu einem Preis von 3999 chinesischen Yuan gehandelt – umgerechnet 595 US-Dollar oder 567 Euro.
Nächste Woche will Sony nicht nur neue Hardware vorstellen, bei der es sich möglicherweise um Gaming-Monitore und Kopfhörer für die PlayStation 5 handelt, sondern der World Mobile Congress startet in Shanghai.
Mit dieser Gepäcklektüre wünscht Ihnen die Redaktion einen schönen Sonntag!
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