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Deutschland will Arbeitskräfte aus der Türkei einsetzen

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Erstellt: 02.07.2022 04:48

Von: Patrick Meier, Martina Lipple

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Endlose Warteschlangen, Kofferchaos oder annullierte Flüge – qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland müssen jetzt helfen. Der Reisechaos-Newsticker.

  • Umgang mit dem Luftverkehrschaos: Reise-Taskforce der Bundesregierung legt Pläne vor.
  • Krisentelefonat wegen Flugchaos: Flughafenchefs, Bundespolizei und andere suchen Rat.
  • Rückkehr des Airbus A380? Die Deutsche Lufthansa reagiert offenbar auf das Chaos am Flughafen.
  • Dieser Ticker ist beendet. Unseren aktuellen News-Ticker zum deutschen Flughafen-Chaos finden Sie hier.

Update 29. Juni, 10.26 Uhr: Arbeiter aus der Türkei sollen kurzfristig an deutschen Flughäfen eingesetzt werden. Das gab die Bundesregierung am Mittwoch auf einer Pressekonferenz zum Reisechaos an deutschen Flughäfen bekannt. Auf diese Weise sollen personelle Schwierigkeiten überwunden werden.

Umgang mit dem Luftverkehrschaos: Reise-Taskforce der Bundesregierung legt Pläne vor

„Wir geben Unternehmen die Möglichkeit, Helfer aus dem Ausland, insbesondere aus der Türkei, einzusetzen“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Feiser (SPD) nach abgestimmten Regierungsvorschlägen am Mittwoch in Berlin. Bereits am Wochenende waren die gemeinsamen Pläne von Verkehrsminister Volker Vissing (FDP), Innenministerin Nancy Faeser (SPD) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) durchgesickert.

Rechnerausfall bei der Deutschen Flugsicherung – Flugbetrieb vorübergehend eingeschränkt

Update 29. Juni, 9.26 Uhr: Das auch! Technische Probleme bei der Deutschen Flugsicherung schränkten am frühen Mittwochmorgen den Flugverkehr über weite Teile Deutschlands vorübergehend ein. Der Ausfall wurde am Morgen behoben, bis 9 Uhr soll der Normalbetrieb wieder möglich sein, wie ein Sprecher der Bundeseinrichtung mitteilte. Ursache für den Ausfall seit den frühen Morgenstunden war ein Softwareproblem in der Leitstelle Langen beim Einspielen eines Updates. Unterdessen konnte nur noch eingeschränkt geflogen werden. Das Thema lässt aufhorchen: Der Luftraum der Schweiz war nach einem Computerausfall am 15. Juni vorübergehend komplett gesperrt. Laut dem Schweizer Flugsicherungsdienst Skyline handelt es sich um ein Hardwareproblem.

Update 28. Juni, 18.40 Uhr: Obwohl es bei Lufthansa zu schweren Reiseturbulenzen kommt, wird Tuifly laut Tui-Deutschland-Chef Stephan Baumert „trotz aller Herausforderungen durch den Personalmangel in der Branche […] die Ferien verliefen für die allermeisten reibungslos.“ Trotz des aktuellen Chaos am Flughafen liege die Reiselust „durchweg über dem Niveau von 2019“, sagte Baumert, „mehr als zuversichtlich, dass wir dieses Jahr ein Sommergeschäft sehen werden geht ins Jahr 2019.‘, die zwar über Kundenhotlines eingingen, aber die Zahl der Stornierungen oder Umbuchungen hat nicht merklich zugenommen.“ „Alle wollen in den Urlaub“, sagt Baumert, der neben klassischen Mittelmeerdestinationen wie Mallorca u Die Türkei prognostiziert für 2022 „eine Rekordsaison“ für die Insel Kreta.

Weltweites Flughafen-Chaos: Führt Österreich die Armee an? Die Debatte wendet sich der Politik zu

Update 28. Juni, 18.00 Uhr: Und in Österreich haben Passagiere der Austrian Arilines (AUA) derzeit häufig ein Flugverbot. Deshalb fordert die Österreich täglich Soldaten der Bundeswehr zur Unterstützung oder zum Ersatz der Flugzeugbesatzung auf. Während der Corona-Pandemie leistete oft das Militär Hilfe. Obwohl, wie OE24.de aus dem Verteidigungsministerium erfahren haben will, das Bundesheer selbst “noch nicht offiziell um Hilfe gebeten wurde”, haben sich österreichische Politiker zu dieser Option bereits geäußert.

Einsatz des Bundesheeres, bei dem, wie ein österreichischer Sprecher sagte, „auch rechtliche Fragen zu berücksichtigen waren [gäbe]“, bedarf wochenlanger Vorbereitung, nicht zuletzt weil die AUA eine private Fluggesellschaft ist. Diese Tatsache beunruhigt auch Alois Stöger, Verkehrssprecher der SPÖ. „Solange die AUA in privater Hand ist, darf die Bundeswehr nicht helfen.“ Auch FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafeneker sprach sich gegen die Hilfe der Bundeswehr aus, als „ihren Auftrag […] Ein weiterer”.

Vielmehr sehen beide Politiker die Airline aufgrund von Missmanagement in ihrer aktuellen Misere. „Das Unternehmen verkauft Tickets, obwohl es die Flüge nicht anbieten kann“, analysiert Stöger. „Wir brauchen eine Entschädigung für alle Passagiere, die nicht befördert wurden.“ Hafeneker fordert derweil von der AUA die Zahlung des „450-Millionen-Euro-Rettungspakets“, da die Airline trotz Zuschuss „Mitarbeiter entlassen“ habe und „mittlerweile fast global Chaos in der Luftfahrt“.

Chaos am Flughafen: Auch der Londoner Flughafen ist vom Ausnahmezustand betroffen

Update 28. Juni, 16.02 Uhr: Das Chaos am Flughafen gibt es derzeit nicht nur in Deutschland. Auch an Londons größtem Flughafen Heathrow melden Passagiere derzeit eine Notsituation, die bereits einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Passagiere haben unter anderem Gepäck gemeldet, das angeblich in Heathrow herumliegt und schlecht riecht.

Lufthansa-Chef macht bittere Urlaubsprognose und holt Mega-Airbus aus dem Ruhestand

Update 28. Juni, 9.25 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet nicht mit einem schnellen Ende des Flugchaos. Die von Personalmangel, Ersatzteilknappheit und eingeschränktem Luftraum geprägte Situation werde sich “kurzfristig kaum verbessern”, sagte der Manager von Europas größter Fluggesellschaft in einem Brief an die Passagiere, der dpa berichtet wurde. Nachrichtenagentur. Allein in Europa plant die Branche mehrere tausend neue Mitarbeiter. „Allerdings wird diese Kapazitätserweiterung im kommenden Winter nur stabilisierend wirken.“

Lufthansa-Chef entschuldigt sich

Spohr entschuldigte sich im Namen des Unternehmens dafür, dass nach dem Corona-Crash ein „Wiederanfahren des komplexen Luftverkehrssystems von fast null auf fast 90 Prozent“ nicht die gewünschte Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Belastbarkeit gebracht habe. Der Manager räumte ein, dass auch die Lufthansa Group in einigen Bereichen unterbesetzt sei. Ab dem kommenden Sommer 2023 will der Konzern die mittlerweile ausgemusterten Großflugzeuge A380 einsetzen.

Der Airbus A380 ist laut Lufthansa das größte Passagierflugzeug der Welt: Er ist 73 Meter lang und 24 Meter hoch und bietet Platz für 509 Lufthansa-Passagiere. Acht Airbus A380 bleiben Teil der Lufthansa-Flotte. Die Giganten werden derzeit in Spanien und Frankreich in sogenannten „Tiefenspeichern“ langfristig geparkt.

Geplantes Krisentelefonat wegen Flugchaos

Update 28. Juni, 8.52 Uhr: Droht während der Sommerreisezeit Chaos am Flughafen? Geplant ist ein Krisentelefonat mit den Chefs der größten deutschen Flughäfen, der Bundespolizei und weiteren Behörden. Das berichtet das Foto vom Dienstag. Das Blatt zitierte einen Sicherheitsexperten mit den Worten, das derzeitige Flug- und Service-Chaos sei ein „systemisches Versagen“. Deshalb finden am Mittwoch die Krisengespräche statt. Die Situation an den Flughäfen und der eklatante Personalmangel sind Thema.

Rückkehr des Airbus A380? Die Deutsche Lufthansa reagiert offenbar auf das Chaos am Flughafen

Update 27. Juni, 22.10 Uhr: An vielen Flughäfen in Deutschland herrscht Chaos in den Check-in-Hallen. Denn: Airlines haben kein Personal. Die Folge sind lange Schlangen an den Schaltern und nervöse Passagiere. Und mitten in der Touristensaison im warmen Frühsommer, wenn selbst das heiße Wetter in Deutschland an einen Urlaub im Süden erinnert.

Die Reaktionen? Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) kündigte an diesem Montag eine zeitnahe Lösung für den Luftverkehr an. Und die Lufthansa leistet offenbar Vorauszahlungen. Wie die Bild-Zeitung heute Abend berichtete, wird Deutschlands größte Fluggesellschaft den riesigen Airbus A380 wieder in ihre Flotte aufnehmen. Die Daten hinter dem Flugkoloss: Die Maschinen bieten Platz für bis zu 509 Passagiere und können in einer Höhe von bis zu 13.100 Metern bis zu 14.816 Kilometer weit fliegen.

Wie auf dem Foto zu sehen ist, sollen die Riesen-Jumbos voraussichtlich ab Sommer 2023 wieder im Einsatz sein, nachdem sie im Herbst 2020 mitten in der Corona-Pandemie geschlossen wurden. Damals war der Flugverkehr mit Passagierflugzeugen wegen Corona-Maßnahmen drastisch eingebrochen. Lufthansa habe noch 14 Airbus A380 langfristig in Frankreich und Spanien geparkt, heißt es in dem Bericht. Sechs Flugzeuge wurden verkauft, acht sind noch verfügbar.

In letzter Zeit haben einige Fluggesellschaften sogar Flüge gestrichen, weil sie nicht mehr genug Personal hatten. Vor dem Check-in kam es an den Flughäfen zwischen Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München zu erheblichen Warteschlangen und Verzögerungen bei Sicherheitskontrollen und der Passagierabfertigung.

Platz für 509 Passagiere: der Airbus A380 der Lufthansa, hier im Oktober 2015 beim Start in Frankfurt am Main. © Boris Rösler/dpa

Umgang mit Luftverkehrschaos: Bundesverkehrsminister Volker Vissing kündigt Lösungen an

Update 27. Juni, 19.15 Uhr: Bundesverkehrsminister Volker Vissing (FDP) hat eine zeitnahe Lösung zur Bewältigung des Luftverkehrschaos angekündigt. Der FDP-Politiker sagte am Montag dem Fernsehsender Welt, eine Entscheidung stehe kurz bevor. „Ich hoffe, dass wir jetzt in Kürze Spezialisten aus dem Ausland mit Sicherheitsüberprüfungen ohne Sicherheitslücken hierher holen können, damit diese für die Bürgerinnen und Bürger sehr, sehr unbefriedigende Situation wieder entspannt werden kann.“

Deutsche Flughäfen und ihre Bodenabfertigungsdienstleister wollen tausende ausländische Arbeitskräfte…