DEVIL BOMSTER (2021) 03. Juli 2022 um 10:00 Uhr
Der Teufel Boomster (2021) überzeugt im Test mit seiner Vielseitigkeit als Bluetooth-Lautsprecher und Radio. Es gibt aber auch Schwächen, die den hohen Anschaffungspreis in Frage stellen.
Teufel Boomster (2021) im Test
Bewertung der Redaktion 8,8 Leserbewertung
Noch keine Bewertungen
Gestaltung und Verarbeitung
9.0
Toller Sound für Küche, Garten und Party – mit oder ohne Handy
Teufel hat mit dem Boomster (2021) ein gutes Upgrade gemacht. Der Sound ist voluminöser, der Akku stärker und die lästige Touch-Steuerung ist weg. In Sachen Sound und Bass spielt der Lautsprecher auf hohem Niveau, die Bedienung des Radios macht den Lautsprecher unabhängig vom Handy. Die mitgelieferte Fernbedienung ist für den Preis nicht angemessen und die Einschaltzeit ist langsam. Auch die Bluetooth-Verbindung kann manchmal nerven. Unabhängig davon gehört der Boomster zu den Top-Modellen und ist dank Tragegriff immer zur Stelle, wenn lauter Sound gefragt ist.
Das hat uns gefallen
- Toller Sound und viel Power
- Schickes und robustes Design
- DAB+ und UKW-Empfang
- Gute Akkulaufzeit
- Kontrollierbarer, pumpender Bass
Das hat uns nicht gefallen
- Die Fernbedienung sieht billig aus
- Die Einschaltzeit ist ziemlich lang
- Die Tasten sind etwas gewöhnungsbedürftig
- Bluetooth-Konnektivität kann lästig sein
Die besten Bluetooth-Lautsprecher im Vergleich
Wir überprüfen ihre Bluetooth-Lautsprecher in regelmäßigen Abständen. Die Ergebnisse fließen dann in diesen Benchmark ein, in dem wir erneut die besten Modelle vergleichen. » Zum ausführlichen Vergleich von Bluetooth-Lautsprechern
Für Links auf dieser Seite kann NETZWELT vom Händler eine Provision erhalten. Mehr Info.
Der Boomster (2021) ist die dritte Generation von Hybrid-Bluetooth-Lautsprechern des deutschen Audioherstellers Teufel. 2016 kam die erste Generation von Bluetooth-Lautsprechern mit eingebautem Radio auf den Markt, damals noch ohne DAB-Empfang. Wenig später kam die zweite Version des Boomster mit DAB+, die uns im Test bis auf Kleinigkeiten überzeugen konnte – Kritikpunkte waren damals der fehlende Wasserschutz und die Touch-Tasten.
Nach mehrjähriger Pause nun die Weiterentwicklung: Die dritte Generation ab Herbst 2021 macht einiges wie ihr Vorgänger, aber auch vieles anders, was sich in erster Linie positiv auswirkt. Aber auch hier gibt es Anlass zu einer kleinen Kritik.
-
Verarbeitung und Betrieb
-
Neues Zubehör: Fernbedienung
-
Akkulaufzeit und Audioleistung
-
Einschaltverhalten, Bluetooth, Radioempfang
-
Tonqualität: ausgezeichnet!
-
Preis- und Farboptionen
-
Fazit
Verarbeitung und Betrieb
Die Verarbeitung des Boomster (2021) ist tadellos, wenngleich das Kunststoffgehäuse etwas staub- und schmutzanfällig ist. Freiräume suchten wir vergeblich, es gab kein Klappern oder Knacken. Das Design ist absolut einfach und sollte auf der Verpackung für die kommenden Jahre gut aussehen.
Mit Geräteabmessungen von 37 x 18 x 14,8 Zentimetern und einem Gewicht von 3,75 Kilogramm ist der Lautsprecher weder klein noch leicht, aber mobil genug für den Einsatz in Wohnung, Haus und Garten. Positiv: Es fällt nicht leicht um, es wackelt nicht, es wackelt nicht, wenn man es dreht.
Wie seine Vorgänger setzt auch das neue Modell vorne auf ein nahezu flächendeckendes Lautsprechergitter, hinter dem sich (wieder) das rot beleuchtete Display verbirgt. Das gefällt mir sehr gut, allerdings ist das Display aus spitzem Winkel und draußen bei hellem Licht schlecht ablesbar.
Teufel Boomster (2021)
Der Devil Boomster (2021) in Bildern.
Beim neusten Boomster verzichtet Teufel auf den markanten Schlitz über dem Sockel. Die Säule hat jetzt zwei kleine Füße mit Gummifüßen und ist vorne komplett geschlossen. Außerdem gibt es zwei neue Lautsprecherbuchsen auf der Rückseite, die als Ausgänge für die Tieftöner dienen.
Im Vergleich zu den Vorgängern ist die neuste Generation nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt und das Gehäuse generell recht robust. Bei der Wahl zwischen diesem Gerät oder einem Baustellenradio fiel meine Wahl auf den Lautsprecher von Teufel.
Die Touch-Buttons des Boomster 2017 kamen bei vielen Nutzern nicht gut an. Auch sie waren für uns in unserem Test ein Negativpunkt, da es beim Tippen keine Rückmeldung gab. Der Boomster (2021) setzt nun auf Knöpfe, die unter einer Gummioberfläche sitzen.
Sie stehen nicht hervor, sind wahrscheinlich wasserfest und geben ein physisches Feedback – obwohl die Tasten ziemlich fest gedrückt werden müssen, damit sie funktionieren. Das kann manchmal etwas nervig sein. Zudem ist die Bedienung selbsterklärend.
Positiv fällt auch die vorhandene Bassregelung auf. Gerade in kleinen Räumen drückt der Lautsprecher je nach Musikgenre richtig auf. Auf der Rückseite befinden sich hinter zwei Gummibändern die Anschlüsse für Strom, AUX (3,5 mm), Service und „Laden“. Der Boomster dient gleichzeitig als Powerbank und über die USB-A-Buchse können Sie Handy und Co. aufladen.
Neues Zubehör: Fernbedienung
Dem Bluetooth-Lautsprecher liegt eine kleine Infrarot-Fernbedienung bei. Ein praktisches Zubehör, mit dem Sie Lautstärke, Bass, Musikwiedergabe und Quellenwechsel steuern können. Es bietet alle wichtigen Tasten, aber eine Sache stört mich sehr.
Teufels Fernbedienung (links) versus 25-Euro-Lampe (rechts). (Quelle: Netzwelt)
Die Fernbedienung erinnert an diese kleinen, entschuldigen Sie die Terminologie, billigen Fernbedienungen, die unter anderem mit billigen RGB-LED-Streifen geliefert werden. Ich habe vor kurzem eine billige Außenleuchte gekauft, die mit einer geliefert wurde. Aber wir reden hier von einem Audiogerät für knapp 400 Euro – da hätte ich mehr erwartet.
Akkulaufzeit und Audioleistung
Für extra Akku-Power hat Teufel beim Modell 2021 das Akkufach entfernt, was nicht weiter schlimm ist, denn der eingebaute Akku (7500 mAh) hält rund zwei Stunden länger durch als beim mit Akkufach ausgestatteten Vorgänger. Übrigens können Sie die Box verwenden, wenn Sie aus dem Netzwerk arbeiten.
Mit 42 Watt RMS nämlich durchschnittliche Leistung, der Lautsprecher liefert ordentlich Druck und ist auch auf max. Damit eignet sich das Gerät nicht nur für kleine Gruppen am Gartentisch. Auch an Geburtstagen mit mehr Besuchern ist die Leistung ausreichend. Wer mehr will, kann auch zwei Boomster zu einem Stereopaar verbinden.
Einschaltverhalten, Bluetooth, Radioempfang
Das Einschaltverhalten von Boomster (2021) ist gewöhnungsbedürftig und teilweise etwas nervig. Wenn Sie den Lautsprecher nach einer langen Pause aufwecken, dauert es manchmal fast 20 Sekunden, bis die Musik zu spielen beginnt. Im Vergleich zu anderen Boxen fühlt sich der Ladevorgang sehr lang an.
Aber wenn der Lautsprecher eingeschaltet ist, funktionieren die meisten Dinge perfekt. Der UKW-Empfang ist gut, ebenso der von DAB+ – letzteres zielt natürlich auf die Ausweitung auf Ihre Region ab. Hier in der Lüneburger Heide funktioniert DAB+ nur bei voll ausgezogener Teleskopantenne und am besten in Fensternähe oder im Freien.
Um nicht jedes Mal den Sendersuchlauf starten zu müssen, stehen drei voreingestellte Sender zur Verfügung, die über Tasten oder die Fernbedienung ausgewählt werden können.
Bei der Bluetooth 5.0-Konnektivität gibt es Höhen und Tiefen. Der Lag ist angenehm gering, YouTube-Videos werden beispielsweise lippensynchron wiedergegeben und für CD-ähnliche Audioqualität wird auch der Qualcomm aptX-Codec unterstützt. Außerdem können zwei Smartphones gleichzeitig mit dem Boomster verbunden werden. Hier tritt jedoch ab und zu ein störendes Verhalten auf.
Das Display zeigt neben der gewählten Audioquelle auch den Batteriestatus und den aktuellen Radiosender an. (Quelle: Netzwelt)
Die folgenden Beispiele: Ich habe die Pflastersteine mit einem Hochdruckreiniger gereinigt, während ich über meine Kopfhörer einen Podcast gehört habe. Boomster the Devil stand nur wenige Meter von mir entfernt im Wohnzimmer und spielte Radio. Mein Handy verband sich nun in regelmäßigen Abständen mit dem Lautsprecher und verursachte einige Pausen in meinen Kopfhörern.
Wenn sich zwei Smartphones in der Nähe befinden, kann es ebenfalls zu Störungen kommen. Regelmäßig schmeißt ein Handy das andere aus der Kiste, manchmal sogar aus dem Dachgeschoss. Und es passierte wieder mitten in einem Podcast. Heutzutage kaum noch zu sehen – warum? Keine Ahnung.
Tonqualität: ausgezeichnet!
Kommen wir nun zum Hauptgrund, warum ich mich für den Teufel Boomster entschieden habe und es nicht bereue: Audioqualität (und Leistung). Beide sind wirklich klasse und im Vergleich zum ohnehin schon überzeugenden Vorgänger noch besser, vor allem was die Lautstärke angeht.
Teufel arbeitet mit einer proprietären Technologie namens „Dynamore“, mit der der Lautsprecher nach vorne gerichtet eine virtuelle, breite Stereobühne erzeugt. Dies funktioniert und die Klangbühne fühlt sich tatsächlich breiter an als die geringe Größe des Geräts – obwohl sie natürlich nicht mit echten Stereolautsprechern vergleichbar ist, die auf dem Boden stehen.
So ist der Teufel Boomster aufgebaut. (Quelle: Teufel)
Statt eines nach unten gerichteten kommen nun ein frontgerichteter Subwoofer und zwei passive Bassmembranen zum Einsatz, außerdem sind zwei Mittel- und zwei Hochtöner verbaut. Am meisten gefällt mir am Boomster der Bassbereich.
Kraftvolle Rap-Beats zu schlagen ist eine gute Sache – zumindest für mich. Wem das nicht gefällt, der kann den Bass per Regler abschwächen. Der Bassbereich kann zwischen -6 und +6 Dezibel abgesenkt oder angehoben werden.
Aber der Klang des Lautsprechers kann mich darüber hinaus begeistern. Wer keinen Rap mag: Die Vengaboys klingen auch super. Ich sage nur: „Der Vengabus ist …
Add Comment