Ab Herbst 2022 können alle Kinder von Sozialhilfefamilien in Grundbildungseinrichtungen oder Schulen ein warmes und gesundes Mittagessen zu einem günstigen Preis erhalten, teilte das Land mit. Das Land Vorarlberg und die Gemeinden fördern jedes Mittagessen mit maximal fünf Euro.
Finanzierung für einkommensschwache Familien
„Wir wollen Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten unterstützen und damit die Chancengleichheit erhöhen“, sagte Sozialministerin Katharina Wiesflecker (Grüne) am Montag in Götzis bei der Angebotsübergabe gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindeverbandes , Bürgermeister Christian Locker. Dieses Angebot können alle Grund- und Pflichtschulkinder zwischen einem und fünfzehn Jahren in Anspruch nehmen, deren Eltern oder Erziehungsberechtigte Sozialhilfe beziehen.
VLK-Sozialministerin Katarina Wiesflecker bei der Angebotsübergabe in Götzis, zusammen mit dem Vizepräsidenten des Gemeindeverbandes und Bürgermeister Christian Loaker
Gesunde Ernährung und soziale Teilhabe
Die Maßnahme fördere die Gesundheit, indem die Speisen aus frischen Produkten aus der Region zubereitet werden, so Wiesflecker. „Gleichzeitig werden Eltern – insbesondere Alleinerziehende – entlastet und unterstützt“, sagte die Landesrätin.
Außerdem fördert es die gesellschaftliche Teilhabe, stärkt die sozialen Kontakte und erhöht damit die Bildungschancen für Kinder. Der Vorschlag ist daher als Beitrag zur Erreichung des Ziels „Aussichtsreichster Wohnraum für Kinder“ und auch als Ergänzung zum kürzlich vorgestellten Vorarlberger Anti-Inflationspaket zu sehen.
Einmalige Einschreibung zu Beginn des Schuljahres
Der Ablauf ist so einfach wie möglich gestaltet. Interessierte Eltern oder Erziehungsberechtigte müssen den Sozialhilfebezug nur einmalig zu Beginn des Schuljahres bei der Gemeinde vorlegen und sich dort auch zur Mittagsbetreuung anmelden. Bewerbungen können auch während des Studienjahres eingereicht werden. Das Angebot gilt auch für die Ferienbetreuung.
In den ersten Ferienwochen wird allen Haushalten mit sozialgeldbeziehenden Kindern eine Informationsmappe mit Begleitschreiben zugesandt, um sie mit dem Angebot vertraut zu machen.
Derzeit leben rund 1.800 Kinder in von Sozialhilfe abhängigen Familien. Wenn 30 Prozent dieser Kinder gefördert werden, belaufen sich die Kosten für den Sozialfonds auf rund 500.000 Euro, die in der Anfangsphase budgetiert wurden. „Wir hoffen, dass möglichst viele anspruchsberechtigte Familien ihre Kinder zur Mittagsbetreuung anmelden, egal ob im Kindergarten, in der Vorschule oder in der Schule“, betonten Wiesflecker und Loacker.
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