Nachdem Windows 11 vor einigen Monaten die Gelegenheit hatte, Linux im Benchmark-Test zu schlagen, hat das Redmonder Betriebssystem bereits die Führung verloren. Laut einem aktuellen Test konnten Ubuntu und Clear Linux eine deutlich bessere Performance erzielen. Ende November 2021 hatte die Phoronix-Hardwareseite bereits einige Benchmark-Tests mit Windows 11, Ubuntu und Clear Linux durchgeführt. Es wurden verschiedene Aufgaben erledigt. Neben den Browser- und Webanwendungen wurden auch Videodekodierung und Datensatzvisualisierung getestet.
Damals konnte Windows 11 in 45 Prozent der Fälle die besten Ergebnisse erzielen. Die führende Rolle wurde vor allem durch Optimierungen erreicht, die Microsoft in sein Betriebssystem eingebaut hat. Windows 11 unterstützt Intels big.LITTLE-Architektur und kann somit das Potenzial von Alder-Lake-Prozessoren nutzen.
Neue Benchmark-Ergebnisse wurden nun von Phoronix veröffentlicht. Neben Windows 11 Pro wurden Ubuntu 22.04 LTS, Ubuntu 22.04 LTS mit stabilem Linux 5.18 Kernel und Intels Clear Linux 36580 getestet. Das Testsystem nutzt den Intel Core i9 12900K Prozessor, das Asus ROG STRIX Z690-E Mainboard, 32 Gigabyte DDR5 RAM, eine 500 Gigabyte NVMe SSD und die Radeon RX 6800 XT GPU. Im Durchschnitt schnitt Windows 11 diesmal schlechter ab als Linux-Distributionen.
Klares Linux schneidet am besten ab
Ubuntu 22.04 LTS war in Benchmark-Tests durchschnittlich vier Prozent schneller als Windows 11. Clear Linux liegt acht Prozent vor Windows 11. Obwohl die letztjährigen Linux-Kernel-Versionen noch keine Performance-Optimierungen für Alder-Lake-Prozessoren integriert hatten, wurden in diesem Jahr einige Kernel-Updates zur Verfügung gestellt. Das dürfte der Grund dafür sein, dass Linux-Distributionen zu den Redmondern aufschließen und in den neuen Tests besser abschneiden.
Siehe auch: Intel Alder Lake: Windows 11 schlägt Linux im Windows-, Linux-, Benchmark-, Phoronix-Vergleich
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