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Ein Wolfsrudel hat im Kanton Graubünden eine 7-jährige Mutterkuh getötet

Erster Fall im Kanton

Ein Rudel Wölfe reißt in Graubünden eine Mutterkuh auseinander

In Graubünden haben am Samstagabend mehrere Wölfe eine Mutterkuh angegriffen und getötet. Laut Behörden ist dies der erste Fall im Kanton, bei dem ein ausgewachsenes Nutztier aus der Familie der Rinder von einem oder mehreren Wölfen getötet wurde.

Gepostet: 22:47 Uhr

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Aktualisiert: 23:19 Uhr

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde auf der Alp Nurdagn auf dem Shamserberg im Kanton Graubünden eine Mutterkuh von Wölfen zerfleischt. Der Ort, an dem die toten Rinder gefunden wurden, liegt in Reichweite des sogenannten Beverin-Rudels.

Es sei eine “absolut neue Dimension”, sagte Adrian Arquint, Chef der Hunt and Fisheries Division von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, auf Nachfrage. Dieser Crack ist der erste Fall im Kanton Graubünden, bei dem ein ausgewachsenes Nutztier aus der Familie der Rinder von einem oder mehreren Wölfen getötet wurde, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons.

Die Mitarbeiter der Alp bemerkten, dass etwa drei Wölfe die Mutterkuh „ausnutzten“, sagte Arquint. Nach Angaben der Behörden befand sich die siebenjährige Kuh mit anderen Verwandten auf einem eingezäunten Gelände.

Räumungsversuch

Nun wollen die Ranger die Tiere vertreiben. Nun werden die kantonalen Wildhüter umgehend versuchen, einen Wolf aus dem Rudel Beverin an der Rissstelle zu betäuben und mit einem GPS-Sender auszustatten. Mit dieser Maßnahme soll eine „abschreckende Wirkung“ erzielt werden. Der Sender schafft auch die Möglichkeit, mehr Informationen über das Raumverhalten der Tiere zu sammeln.

Sie kann unter anderem auch zur Durchsetzung behördlicher Genehmigungen nach geltendem Bundesrecht sinnvoll sein. Derzeit sind solche Tötungen nur möglich, wenn Nachkommen im Rudel bestätigt werden können.

Canton besorgt über Wölfe im Beverin-Rudel

„Die zuständigen Behörden im Kanton sind besorgt“, heißt es in der Mitteilung, „dass sich die Wölfe im Rudel Beverin seit mehreren Jahren sehr problematisch verhalten. Das Töten einer alten Kuh mit einem laktierenden Kalb entspricht einer weiteren, neuen und schwerwiegenderen Eingriffsebene im Vergleich zu dem Risiko und der Entwicklung von Schäden bei Schafen und Ziegen.» (ke/SDA)