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Alkohol, Drogen, Stürze bei „Rave The Planet“ in Berlin

Von Dirk Böttger und Maren Wittge

25.000 Teilnehmer waren angemeldet, 200.000 kamen! 16 Jahre nach dem Ende der Loveparade in Berlin lockte die „Rave The Planet Parade“ erneut tausende Nachtschwärmer mit donnerndem Techno auf die Straße – friedlich, ausgelassen, aber nicht ohne gelegentlichen Feuerwehr- und Polizeieinsatz.

Die Veranstalter rechneten für Samstag sogar mit mindestens 300.000 Teilnehmern, sagte ein Sprecher.

Eine besondere Herausforderung für die Polizei, die den bunten Umzug mit 600 Einsatzkräften vom Ku’damm bis zum Großen Stern begleitete. Vor allem der starke Ansturm von Nachtschwärmern am Endpunkt stellte eine Gefahr dar. „Menschen drohten, gegen die errichteten Zäune des Geländes gedrückt zu werden“, sagte ein Polizeisprecher. Einsatzkräfte sperrten daraufhin einige Bereiche rund um die Straße des 17. Juni ab, um einen Rückzug zu verhindern.

Mit 18 Teilnehmern zog die als Demonstration angemeldete „Rave The Planet Parade“ am Samstag durch Berlin Bild: REUTERS/Christian Mang

► Insgesamt eröffnete die Polizei bei der Techno-Parade 41 Strafverfahren – darunter Körperverletzung, sexuelle Belästigung, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Sachbeschädigung. Die Polizei musste 35 Personen kurzzeitig festnehmen.

Auch Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter Unfallhilfe waren mit vielen ehrenamtlichen Helfern vor Ort. Sie kümmerten sich um die Teilnehmer.

Foto: Spreepicture

„Wir hatten 70 bis 80 Einsätze auf der Strecke“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Die meisten von ihnen waren Alkoholiker oder Drogenkonsumenten mit Kreislaufproblemen. Beispielsweise wird bei einer Überdosierung Kochsalzlösung verabreicht, bei Bewusstlosigkeit werden dann entsprechende Gegenmittel gespritzt und der Patient ins Krankenhaus transportiert.

Es gab auch mehrere Verletzungen durch Stürze, was für eine Großveranstaltung nicht ungewöhnlich ist.

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Es gab jedoch keine unerfüllten Aufgaben. Teilweise war niemand mehr da – die Feuerwehr brauchte eine Weile, um durch die Menge zu kommen.

Um 18.30 Uhr rief die Feuerwehr den Notstand aus. Da der Rettungsdienst sehr beschäftigt war, wurden zusätzliche Kräfte zum Einsatz gerufen. „Das kommt aber nicht von der Veranstaltung“, sagt der Sprecher. Der Rave war eine kleine zusätzliche Belastung. Die Feuerwehr hatte gestern insgesamt 1555 Einsätze. 1.500 seien normal, so der Feuerwehrsprecher.

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Kritik gab es am Sonntag auch auf Twitter, weil Dr. Mott hielt während der Parade ein Symbol der sogenannten „Querdenker“-Freiheitsparade hoch. Der DJ antwortete in einem Tweet: „Das wusste ich nicht. Ich entschuldige mich.” Eine Sprecherin der Veranstaltung sagte auf Nachfrage, es sei Verwirrung, dass Dr. Moth war „mega-störend“. „Mot ist kein Querdenker und hat damit nichts zu tun“, sagte sie.

Die Partyparade mit 18 Musikbooten und rund 150 Künstlern startete am Samstagnachmittag vom Kurfürstendamm und zog stundenlang auf einer sieben Kilometer langen Strecke vorbei am Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor bis zur Siegessäule.

Gegen 22:30 Uhr begann das große Aufräumen und der Abbau.

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Gegen Mitternacht verließen die Sattelschlepper und andere am Rave beteiligte Fahrzeuge die Straße des 17. Juni und die BSR übernahm die Aufräumarbeiten.