SVP-Nationalrätin und Leiterin Ems-Chemie Magdalena Martulo-Blocher ist ab und zu mit dem Helikopter unterwegs. Nau.ch rechnet die Kosten hoch.
SVP-Nationalrätin Magdalena Martulo-Blocher am Anlass “SVP bi de Lüt” am 21. Mai 2022 in Basel – Keystone
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das Wichtigste in Kürze
- Magdalena Martullo-Blocher nutzt den Helikopter von Bern oder Domat/Ems nach Meilen ZH.
- Dies ermöglicht es ihr, Verpflichtungen pünktlich einzuhalten.
- Im Vergleich zu Auto oder Bahn sind die Kosten jedoch enorm.
Magdalena Martulo-Blochers liebstes Fortbewegungsmittel? Der Hubschrauber. Ob aus der Bundesstadt oder vom Hauptsitz ihrer Ems Group: Für den Heimweg nach Meilen ZH nutzt sie regelmässig das Flugzeug. Oder, gemäss dem «Inside Paradeplatz»-Bericht, ins benachbarte Herrliberg, dem Firmensitz der Ems-Gruppe.
Viel Geld für wenig Zeitersparnis
Die Ems Group bestätigt, dass dies richtig ist, obwohl es nicht sehr oft vorkommt. Selbst ein Milliardär sollte sich den Entscheid gut überlegen, denn die Kosten betragen vermutlich mehrere tausend Franken pro Flug.
Eurocopter H125 Écureuil, hergestellt von Airbus Helicopters. – helialpin.ch
Die Branche ist sehr verschlossen und nicht bereit, auf Anfrage Preisinformationen zu liefern. Ein Insider gibt Nau.ch eine Vorstellung von den zu erwartenden Summen.
Helikopterflüge werden daher in der Regel im Minutentakt abgerechnet. Ein Standardhubschrauber wie Eurocopter Écureuil benötigt 20 bis 25 Minuten von Domat/Ems nach Miles. Laut Insider soll der Minutenpreis zwischen 45 und 47 Franken liegen.
Rund 1000 Franken zahlt Martulo-Blocher also für seine Turbo-Heimreise – plus noch einmal den gleichen Betrag für den Helikopter, der leer zurückfliegt. Zum Feierabendbier kommt sie dann aber je nach Verkehrslage eine bis anderthalb Stunden früher.
Zeiten und Kosten für Strecken von Bern oder Domat/Ems zu Meilen. In Blau Netzzeit, in Hellblau Verzögerungen wie Staus oder Fahrpläne, in Grau Fahrzeit zum Fahrzeug. Die rechte Skala bezieht sich auf die Kosten (gelb); Parlamentarier reisen kostenlos mit der Bahn. – Wissenschaft h
Der Flug von Bern-Belp an die Zürcher Goldküste dauert nur fünf Minuten länger. Es kostet ein paar hundert mehr, aber die Zeitersparnis ist hier noch größer.
Anderthalb Stunden ist der Topmanager schneller beim nächsten Meeting, in der Rush Hour sogar drei Stunden schneller, wenn er statt der Limousine den Helikopter nimmt. Abzüglich des Transfers zum Flughafen, denn in der Berner Altstadt ist es nicht so einfach, eine grosse Liegewiese zu mieten.
VIP-Flüge sind nicht exklusiv
Damit sich das auszahlt, muss Martullo-Blocher eine Vereinbarung mit einem Helikopterunternehmen treffen. Andernfalls riskiert sie, dass das Warten auf ein kostenloses Flugzeug am Tag X länger dauert als eine Zugfahrt mit dem kostenlosen GA. Je nach Vereinbarung kann der Preis niedriger oder höher sein.
Magdalena Martulo-Blocher, CEO der Ems-Chemie, im Gespräch mit dem Roboterhund „Emsi“ an der Jahresmedienkonferenz der Ems Group am 11. Februar 2022 in Zürich. Magdalena Martulo-Blocher posiert mit Ems-Chemie Produkten in den Händen zum Thema „Schweizer Ferien“, am 10. Juli 2020 im Domat/Ems GR. Magdalena Martulo-Blocher, CEO der EMS-Gruppe, rechts, sitzt neben Joe Jimenez, CEO von Novartis, während eines Business Roundtable mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping während seines Staatsbesuchs in Bern im Januar 2017. CEO Magdalena Martulo-Blocher steht neben a Kuh mit Sensorhalsband, hergestellt bei einer Werksbesichtigung der Ems-Chemie AG, Freitag, 15. Juli 2016, in Ems.
Dass Geschäftsleute und Prominente per Helikopter transportiert werden können, sei nichts Ungewöhnliches, sagt der Informant gegenüber Nau.ch. Einige kauften sich sogar einen Helikopter und machten einen Pilotenschein. Je nach eigenem Stundenlohn sollte sich die Zeitersparnis locker lohnen.
SVP-Altmeister Christoph Blocher wird vom Helikopterlandeplatz zum versammelten SVP-Parteitag am 29. März 2019 auf Schloss Hagenwil bei Amriswil TG transportiert. – Twitter-Screenshot
Magdalena Martulo-Blocher betritt mit ihrem Wechsel zur Helikoptermeilensammlerin kein Neuland, sondern setzt eine Familientradition fort. Pater Christoph Blocher wurde immer wieder in Herliebg zurückgelassen.
Oder zum SVP-Parteitag ins provinzielle Amrisville TG geflogen. Der improvisierte „Shuttlebus“ zwischen dem Gelände und dem „Terminal“ sorgte für Aufsehen.
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