Germany

Berset startete eine Luftpolizeioperation in Frankreich

Er saß allein im Cockpit

Französische Kampfjets zwingen den Hobbypiloten Berset zur Landung

SP-Bundesrat Alain Berset ist Hobbypilot – offenbar wenig erfahren. Auf einem Flug nach Frankreich musste die Luftpolizei für ihn ausrücken.

Gepostet: 17:25 Uhr

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Aktualisiert: vor 17 Minuten

Die französische Luftpolizei musste letzte Woche wegen Bundesrat Alain Berset (50) ausrücken. Der Innenminister war am 5. Juli in einem gecharterten Privatjet in Frankreich unterwegs – und startete einen Luftwaffeneinsatz.

Bei einem Flug von einem Sportflughafen zum anderen sei es zu einer “Fehlinterpretation von Flugsicherungsinformationen zu Beginn des Fluges” gekommen, teilte das Innenministerium (EDI) mit. Wie die «NZZ» schreibt, schickte Frankreich zwei Kampfflugzeuge. Berset, der alleine unterwegs war, musste landen. Nach Identitätsprüfung und einer Stellungnahme seinerseits konnte der SP-Bundesrat wieder fliegen.

Macron wird informiert

Abweichend von der EDI-Darstellung schreibt die «NZZ», Bersets Reise habe angeblich am Flughafen Fribourg-Equivillen begonnen. Die Cessna, deren Flugmuster mit dem Unfall zusammengefallen wäre, kehrte drei Tage später in die Schweiz zurück. Sie war in Burgund unterwegs.

Mit der gecharterten Maschine war Berseth offenbar in ein Gebiet eingedrungen, das er nicht hätte anfliegen dürfen. Möglicherweise hat er sich einem Luftwaffenstützpunkt genähert. Laut “NZZ” wurde auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (44) über den Vorfall informiert, da ein ausländisches Regierungsmitglied beteiligt war.

Wie EDI berichtet, hat der Vorfall keine rechtlichen oder finanziellen Auswirkungen auf Berset. Bisher war nicht bekannt, dass der SP-Bundesvorstand über einen Pilotenschein verfügte. Seine Abteilung gab bekannt, dass sie es 2009 erworben hatte. In seiner Freizeit fliegt Berset „gelegentlich“ ein Flugzeug. (lha)