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Retbleed: Sicherheitsprobleme in Intel- und AMD-Prozessoren bestehen fort

Prozessorhersteller verfolgen weiterhin Meldungen über Sicherheitslücken, die durch spekulative Rechenoperationen verursacht werden. Forscher haben neue Schwachstellen entdeckt, die Intel und AMD betreffen. Entdeckt wurde das neue Problem von Informatikern der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich, die die Schwachstelle auf den Namen „Retbleed“ getauft haben. Daher können auf der Schwachstelle basierende Exploits für alle gängigen Betriebssysteme entwickelt werden, auf denen die Chips laufen.

Der Name „retbleed“ bezieht sich auf eine bestimmte Art von Programmanweisung namens „Returns“. Wenn der Prozessor eine Funktion oder Berechnung ausgeführt hat, bewirkt eine Rückkehranweisung, dass er unmittelbar nach der ursprünglichen Anweisung, die die Funktion ausgelöst hat, zu dem Punkt im Computerprogramm zurückkehrt.

Retbleed: Wie man das Root-Passwort aus dem Speicher stiehlt

Rücksendungen sind nicht sicher

Gerade bei Spekulationsrechnungen sind diese Einkünfte nicht besonders gut abgesichert. Dies kann mit einem Exploit ausgenutzt werden, der ähnlich funktioniert wie die zweite Variante der Spectre-Schwachstelle. Weil Rücksendungen in den Sicherheitsvorkehrungen, die Prozessorhersteller getroffen haben, um spekulatives Rechnen zu gewährleisten, einfach ignoriert werden. „Allerdings braucht es einiges Computer-Know-how, um auf den Speicher zuzugreifen und Informationen zu stehlen“, sagt Johannes Wikner, der Retbleed analysiert hat. Erfolgreiche Angriffe gewähren jedoch Zugriff auf Speicherbereiche, in denen beispielsweise Passwörter oder Verschlüsselungsschlüssel zu finden sind.

Die Hersteller sind seit einiger Zeit über die Erkenntnisse der Zürcher Informatiker informiert. Es ist nicht klar, ob und in welcher Form Lösungen bereitgestellt werden können, insbesondere für ältere Prozessoren. Die Ergebnisse werden eher zur Verbesserung neuerer Designs verwendet.

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