In den letzten Tagen gab es viele kritische Stimmen zur Hochzeit von Christian Lindner. Bild: dpa / Axel Heimken
Warum haben Finanzminister Christian Lindner und seine Frau Franka Lefeld am vergangenen Wochenende eigentlich in einer Sylter Kirche geheiratet? Schließlich bestätigte der katholische FDP-Politiker, dass er mit 18 Jahren aus der Kirche ausgetreten sei. Und auch seine Frau gehört Medienberichten zufolge nicht mehr der evangelischen Kirche an.
Lindner hat sich nun gegen Vorwürfe gewehrt, er habe nicht aus religiösen Gründen gehandelt, sondern nur die evangelische Kirche St. Severin von Sylt als Hintergrund. „Es gibt noch etwas, das uns beide und unser gemeinsames Leben übersteigt. Mir war es wichtig, im Dienst daran zu denken und den Segen zu empfangen“, sagte Lindner dem evangelischen Magazin chrismon und zeigte damit seinen Glauben an etwas Übernatürliches.
Christian Lindner und seine Frau Franka Lefeld verlassen gemeinsam die Sylter Kirche. Bild: dpa / Axel Heimken
Auch die Entscheidung des Paares, den Philosophen Peter Sloterdijk als kirchlichen Trauredner einzusetzen, warf Fragen auf. „Natürlich war es ein richtiger Hochzeitsgottesdienst mit Predigt. Ich habe Peter Sloterdijk um Leitgedanken gebeten. Er hat den Gottesdienst bereichert, der Pfarrer hat ihn geprägt“, erklärt Lindner.
Lindner: „Dienst ist kein Dienst“
Doch das sind nicht alle Begründungen: Einige Kirchenmitglieder kritisierten, dass Lindner durch die Hochzeit einen aus Kirchenmitteln finanzierten Gottesdienst in Anspruch genommen habe, ohne einen eigenen Beitrag dazu zu leisten. „Wenn zwei Menschen um einen Segen bitten, sollte über die finanzielle Belohnung nicht gesprochen werden“, sagt der Minister. Eine Leistung ist seiner Meinung nach keine Leistung, für die eine Rechnung ausgestellt wird.
In dem Interview wurde Lindner gefragt, ob er erwäge, wieder der Kirche beizutreten. „Nicht in meiner bisherigen Konfession“, stellt er mit Blick auf die katholische Kirche klar. Der evangelische Pfarrer werde ihn und seine Frau jedoch beeindrucken und „zum Nachdenken anregen“, verrät Lindner.
(nick)
Pietro Lombardi ist seit Jahren mit Amira und Oliver Pocher befreundet. Wegen der verheerenden Flut im Sommer 2021 lebte das Paar sogar zeitweise im Haus der Sängerin, ihr Haus wurde durch die Gewässer stark beschädigt. Pietro half den Pochers sofort und betonte auf seinem Instagram-Profil: „Ich komme wieder, wenn alle Probleme behoben sind – egal wie lange es dauert.“ Im März gaben sie schließlich bekannt, dass sie nach mehreren Monaten nach Hause zurückgekehrt seien.
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